Chingy - Hoodstar - Cover
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Chingy Hoodstar


  • Label: Capitol/EMI
  • Laufzeit: 49 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
5.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Sein Debütalbum „Jackpot” wurde mit dreifachem Platin ausgezeichnet und das darauffolgende „Powerballin’“ erhielt ebenfalls Platinstatus, war jedoch nicht so erfolgreich, wie der Vorgänger. Er war keine Eintagsfliege, das war klar. Doch würde der junge Rapper aus St. Louis den Sprung in die Welt der HipHop-Elite schaffen? Mit seinem dritten Album „Hoodstar“ bewegt sich Chingy zumindest einen sehr großen Schritt Richtung „ernstzunehmender Rapper“.

Sein neues Album ist vollgepackt mit verschiedenen Styles und Sounds und bietet viel Abwechslung mit Party- und Ghettotracks. „Hoodstar“ ist Chingys bisher bestes Album und protzt mit tollen Rhymes und Beats, die von Top-Producern wie Jermaine Dupri, Timbaland, Mannie Fresh oder Poli Paul zusammengebastelt wurden. Gastauftritte auf dem Album des 26-Jährigen gibt es von Three 6 Mafia, Fatman Scoop oder Tyrese, mit dem er auch seine erste Single „Pulling me back“ zusammengestellt hat. Der Song ist eine Mischung aus „laid-back“ Raps und R’n’B und wird natürlich, wie jeder Track auf „Hoodstar“, in Chingys gewohntem St. Louis-Slang gerappt. „Hoodstar“ ist in zwei verschiedene Parts zu unterteilen. Die eine Seite stellt die „Hood“, das Ghetto, dar und wird mit Songs wie „Hands up“ oder „Cadillac door“ beschrieben. Es sind klassische Street-Hymnen mit viel Bass und realistischen Worten, was Chingy persönlich als „Hardcore Jams“ bezeichnet. Die andere Seite präsentiert „Star“ und sorgt für die stimmungsgeladenen Party-Songs auf dem Album, mit denen Chingy einen guten Kontrast zu den Ghetto-Songs aufbaut.

Eine Hindi-inspirierende Hommage an Janet Jacksons „Nasty“ liefert Chingy mit „U a freak (nasty girl)“ und mit seiner Aussage „der Song ist so elektrisierend, dass du dir das Hemd vom Körper reißen willst“, geht es weiter mit „Brand new kicks“. Chingys Vetter, Young Spiffy, bekommt man auf dem Track „Ass n da aurr“ zu hören, wobei man sich nicht von der Schreibweise verwirren lassen sollte. Es ist einfach nur der typische St.-Louis-Style. Da Chingy sich ein stolzer Besitzer von circa 4000 Paar Sneakers nennen kann, war er natürlich auch sofort dabei, als er von Produzent Poli Paul eine Aufnahme von Jay-Zs „Nike airs and crispy tee’s“ bekam. Die Umsetzung des smarten Rappers ist durchaus gelungen.

Neben all den Ghetto- und Partysongs, vergisst Chingy natürlich auch nicht die Frauen und die Liebe und zeigt sich in „Let me luv you“ von seiner romantischen Seite. Der von Timbaland produzierte Track klingt sexy und reif, wie alle Songs auf „Hoodstar“. Chingy hat sich deutlich weiter entwickelt und an seinem Style gearbeitet und somit liefert der St. Louis Boy sein bisher bestes Album ab. Nebenbei hat der junge Mann, der schon mit acht Jahren ständiger Gast in Aufnahmestudios war, mit seiner Mutter die „Chingy for Change Foundation“ gegründet. Die Stiftung vergibt College-Stipendien an sozial benachteiligte Jugendliche, finanziert Projekte und teilt unter anderem auch Essen an Obdachlose aus. Man sieht also, Chingy hat seine Heimat nicht vergessen und stellt sich den heutigen Problemen, um anderen Menschen zu helfen. Respekt, mach weiter so!

Anspieltipps:

  • Bounce that
  • Cadillac door
  • Dem jeans
  • Pulling me back
  • U a freak (nasty girl)
  • Brand new kicks
  • Let’s ride
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