Soundtrack - Miami Vice - Cover
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Soundtrack Miami Vice


  • Label: Atlantic/WEA
  • Laufzeit: 73 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
5.6/10 Leserwertung Stimme ab!

In den 80er Jahren machte Don Johnson als James „Sonny“ Crockett und Philip Michael Thomas als Ricardo Tubbs den Verbrechern das Leben in Miami schwer. Als verdeckte Ermittler in der TV-Serie „Miami Vice“ spürten sie Drogendealer auf, machten Waffenschieber ausfindig, steckten Geldwäscher hinter schwedische Gardinen und buchteten nebenbei noch den einen oder anderen Kleinganoven ein. Das Innovative an der Produktion waren die schnellen Schnitte und die rasante Action, die auch in Deutschland mehrere Millionen vor die Schirme bannte.

20 Jahre später hat Michael Mann (Collateral, Heat, Insider) eine Neuverfilmung der Kultserie auf Zelluloid gebannt, für die Hauptrollen wurden Colin Farrell (Nicht auflegen, S.W.A.T., Daredevil) und Jamie Foxx (Ray, Collateral, Stealth) verpflichtet, die den Originalcharakteren in nichts nachstehen. Der dazugehörige Soundtrack zum neuen Streifen erweist sich allerdings als kleine Mogelpackung. Zuallererst wurde auf den Song „Numb/Encore“ von Jay-Z und Linkin Park (zu finden auf „Collision course“) verzichtet, obwohl dieser in jedem Trailer zu hören war.

Weiters entpuppt sich die anfänglich heftig rockende Zusammenstellung nach dem Nu-Metal lastigen Cover zu Phil Collins „In the air tonight“, das hier von Nonpoint dargeboten wird und dem melancholischen und düster rockenden „We´re no here“ und „Auto rock“ der Band Mogwai zu einem mehr und mehr elektronisch versiertem Longplayer, der angesichts des Aufhängers mit Linkin Park, den Hörer ein wenig verdutzt aus der Wäsche gucken lässt. Daher gibt es Elektro-Rock von Freaky Chakra („Blacklight fantasy“), popigen Elektro der Marke Goldfrapp („Strict machine“) und Moby („One of these mornings“, „Anthem“) und atmosphärischen Trip Hop mit „Sweep“, aus der Feder der dänischen Formation Blue Foundation.

Ansonsten steuern die Komponisten John Murphy („Mercado nuevo“, „Who are you“) und Klaus Badelt („A-500“) drei Stücke bei und Manzanita („Arranca“) und Emilio Estefan („Pennies in my pocket“) sorgen für lateinamerikanisches Flair. Unterm Strich also ein angenehmer Soundtrack-Beitrag, der allerdings ein wenig in die Irre führen kann.

Anspieltipps:

  • Sweep (Blue Foundation)
  • We´re No Here (Mogwai)
  • In The Air Tonight (Nonpoint)
  • Mercado Nuevo (John Murphy)
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