Zucchero - Fly - Cover
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Zucchero Fly


  • Label: Polydor/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 54 Minuten
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8.5/10 Unsere Wertung Legende
5.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Fast pünktlich zu seinem 51. Geburtstag am 25. September erscheint Zuccheros neues Album „Fly“. Der Italiener (bürgerlich Adelmo Fornaciari) gehört zu den angesehensten Rockmusikern im Land des aktuellen Fußball Weltmeisters. Er ist seit 35 Jahren im Geschäft und verbindet auf unnachahmliche Weise den Geist der 60er und 70er Jahre, mit Blues-, Rock- und Gospel-Einflüssen mit dem typischen Flair italienischer Musik. Er scheut sich auch nicht, zwischendurch auf englische Sprache umzuschalten – gerne auch in ein und demselben Lied.

„Fly“ wurde in Los Angeles mit Star-Produzent Don Was (Willie Nelson, Lyle Lovett, Garth Brookes, Iggy Pop, Joe Cocker, The Rolling Stones) aufgenommen und einer ganzen Aramada Gaststars, wie den Schlagzeugern Kenny Aronoff, Matt Chamberlain, Amir Questlove Thompson und Jim Keltner, sowie Michael Landau (Gitarre), Randy Jackson (Bass), Brian Auger (Piano), Tim Pierce (Gitarre) und Pino Palladino (Bass) eingespielt. Zucchero himself nahm zudem auf Anraten von Don Was soviel wie möglich selbst in die Hand, um den spontanen Charakter der Aufnahmen zu bewahren. Er ist u.a. an Orgel, Gitarre, Bass, Schlagzeug und Klavier zu hören.

Die Songs entstanden zum Teil in Zuccheros toskanischer Heimat auf der akustischen Gitarre und in den Henson Studios in Hollywood. Beim Text zum Titel „Troppa fedeltà“ half außerdem sein italienischer Kollege Jovanotti („Penso positivo“) mit, der zufällig zur selben Zeit in Kalifornien weilte. Das Ergebnis der Arbeit sind elf herausragende Songs (plus zwei Bonus Tracks), die zu den besten in der langen Karriere des Italieners zählen. Jedes Stück kann eine wunderbare Melodie sein Eigen nennen. Jedes Lied packt den Hörer sofort. Jeder Track ist ein Hit. Jeder Song wächst mit weiteren Durchläufen.

„Fly“ ist ein Album zum intensiven Durchhören, wie zum gepflegten Nebenbeihören – aber keines, das man ignorieren kann. Es müssen eben nicht immer die großen amerikanischen Singer/Songwriter sein. Nehmen wir als Alternative einfach Herrn Fornaciari, der, um überragende Studiomusiker verstärkt, Musik für die Seele macht. Musik, die geprägt von Blues und Rock auch auf leichten Poppfaden wandelt. Lässig und entspannt wie die erste Single „Cuba libre“, rockig wie „Un kilo“, traumhaft balladesk wie „Occhi“ oder funky und bluesig mit treibenden Beats wie im Opener „Bacco perbacco“. Beispiele lassen sich ohne Ende aufzählen, genau wie die Anspieltipps ständig variieren, weil der Rezensent sich nicht entscheiden kann. Was gibt’s Besseres? So schön, so einfach, so genial!

Anspieltipps:

  • Occhi
  • Pronto
  • Un kilo
  • Èdelicato
  • Troppa fedeltà
  • · Quanti anni ho

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