Whitesnake - Live In The Shadow Of The Blues - Cover
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Whitesnake Live In The Shadow Of The Blues


  • Label: Steamhammer/SPV
  • Laufzeit: 135 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
5.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Gassenhauer ist das Stickwort für dieses Doppel-Live-Album.

Zum Jahresbeginn begeisterten die Hardrocker von Whitesnake ihre Fans mit der Live-DVD „In The Still Of The Night“ (01/2006). Zum Jahresausklang wird mit „In The Shadow Of The Blues“ nun noch schnell ein Live-Album kredenzt. Der alte Fuchs und Bandboss David Coverdale weiß wirklich, wie er die Fans auf das voraussichtlich im Sommer 2007 erscheinende neue Studioalbum heißmachen kann, zumal der Gute die vorliegende Doppel-CD gleich um vier exklusive Studiotracks erweitert hat, die später nicht auf dem Album vertreten sein werden. So erhalten die Jünger der weißen Schlange mit „Live: In The Shadow Of The Blues“ nicht nur über 1½ Stunden Live-Musik, sondern auch einen Einblick in die aktuelle kreative Leistungsfähigkeit der neu zusammengesetzten Band.

David Coverdale (Ex-Deep Purple) hat sämtliche neuen Stücke mit seinem Gitarristen Doug Aldrich (Ex-Dio) geschrieben und dabei angeblich keine Wert mehr auf Massentauglichkeit und MTV-Präsenz gelegt. Mit seiner Live- und Studiotruppe (Reb Beach an der zweiten Gitarre, Uriah Duffy am Bass, Tommy Aldridge an den Drums und Timothy Drury an den Keyboards) will er zurück zu den bluesigen Hardrock-Wurzeln der 70er und 80er Jahre. Doch unter uns: Sollten dabei wieder ein paar Gassenhauer der Marke „Is this love“, „Here I go again“, „Fool for your loving“ und „Give me all your love tonight“ abfallen, der 55-Jährige wäre gewiss nicht böse.

Gassenhauer ist auch das Stickwort für dieses Doppel-Live-Album. Die 20 ausgewählten Livesongs, die bei 90 unterschiedlichen Gigs der vergangenen zwei Jahre bei passabler Soundqualität mitgeschnitten wurden, vereinen selbstverständlich alle Smasher aus über 30 Karrierejahren. Darunter fällt ein kleines Deep-Purple-Medley aus „Burn“ und „Stormbringer“ sowie die zahlreichen Geniestreiche von Knalleralben wie „1987“ und „Slip Of The Tongue“, mit denen sich David Coverdale finanziell nicht nur sanierte – er dürfte auch inzwischen ausgesorgt haben. Das ist die ideale Grundlage für lässig abgehangenen Bluesrock („Snake dance“) und kernigen Hardrock („Judgement day“).

Zu den neuen Studiosongs ist zu sagen, dass „Dog” ein bluesbetonter Riffrocker mit Seventies-Touch ist, „Ready to rock“ ist – wie der Titel bereits andeutet – ein straighter Rocker, „If you want me (I’ll come running)” ist ein groovebetonter Stampfer mit Led-Zeppelin-Flair und „All I want is you” ist eine klassische Coverdale-Quoten-Ballade mit hohem Erinnerungsfaktor. Sprich: Es ist alles dabei, was für ein abwechslungsreiches Album benötigt wird. Wir dürfen gespannt sein...

Anspieltipps:

  • Is this love
  • Here I go again
  • Crying in the rain
  • Love ain’t no stranger
  • Burn – Stormbringer – Burn
  • If you want me (I’ll come running)
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