Roia - Cute Little Fear - Cover
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Roia Cute Little Fear


  • Label: Monkey Music/Broken Silence
  • Laufzeit: 64 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
5.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Wenn ein Newcomer aus Österreich nach Deutschland hinüberschwappt, dann ist das Genre dessen meist in der elektronischen Musik verwurzelt. Wie bei Roia (persisch für Traum), einer Salzburger Gruppe bestehend aus den beiden Sängern Dorian Wimmer und Nina Hochrainer, die zudem noch für die Texte und die Komposition verantwortlich sind, und den Zuständigen für die Produktion und die Musik, Paul Hochrainer und Sam Vahdat. „Cute little fear“ nennt sich ihr Debüt und versucht eine variabel angelegte, klangliche Traumwelt zu erschaffen, die in einem Moment wunderschön und im anderen furchteinflössend aus den Boxen wabert und fiepst.

Bezaubernd ist auf jeden Fall das Zusammenspiel der Stimmen von Fräulein Hochrainer und Herrn Wimmer, die den Songs eine beruhigende Zuversicht geben, die für das Klangkonstrukt aus elektronischen Beats, Akustik- und Rock-Gitarren und Trip Hop-Samples der Marke Massive Attack äußerst dienlich sind. Trotz des vorrangigen Minimalismus bemühen sich Roia vor allem großflächige Szenarien mit Sogwirkung zu erschaffen, die sich durch plötzliches Anheben des Tempos oder der Lautstärke aus der vorherrschenden Behutsamkeit der einzelnen Stücke lösen.

Mit der Zeit stellt sich allerdings eine gewisse Ungeduld ein, da nach der starken ersten Hälfte nichts mehr von der Dynamik verspürt wird und sich die ruhig ausbreitenden Melodien ähneln und keine sinnvollen Ideen mehr präsentiert werden, wie z.B. in „Slow“ oder „Sleep well“, die mit arabischer Mentalität ausgestattet sind. Dadurch bleiben schlussendlich einige enorm gute Songs wie der berührende Opener „Fact-File“, das unerwartet bockige „Stereotype“ oder die gehauchte Schönheit „Suicide butterfly“ und einige Tracks mit guten Ansätzen, aber zu lustloser Umsetzung.

Anspieltipps:

  • Fact-File
  • Stereotype
  • Anotherday
  • Suicide Butterfly
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