Manowar - The Sons Of Odin EP - Cover
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Manowar The Sons Of Odin EP


  • Label: Magic Circle/SPV
  • Laufzeit: 24 Minuten
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4/10 Unsere Wertung Legende
5/10 Leserwertung Stimme ab!

Manowar zeigen sich musikalisch zwischen abgehobener Filmmusik und pompösem Orchester-Bombast.

Die True-Metal-Kings von Manowar (Eric Adams, Joey DeMaio, Karl Logan und Scott Columbus) sind mindestens so geschäftstüchtig wie ihre Kollegen von Kiss. Beide Gruppen ziehen ihren Fans regelmäßig das Geld aus der Tasche, obwohl weit und breit kein neues Studiomaterial in Sicht ist.

Aktuell beweisen Manowar diese These wieder mal mit Bravour, indem sie den Vorboten des vermutlich Anfang 2007 erscheinenden Studioalbums „Gods Of War“ – die Maxi-Single bzw. EP „The Sons Of Odin“ – als normale und als „Immortal Version“ auf den Markt bringen. Die „Immortal Version“ (rotes Cover) ist zu 100% identisch mit der Standard-Edition (blaues Cover). Allerdings wurde der „Immortal Version“ eine Bonus-DVD beigefügt und ein aufwendiges Digipack im Slipcase gegönnt. Auf der Luxus-Ausgabe befindet sich nochmals der komplette Inhalt der 08/15-Auflage in 5.1 Surround Sound abgemischt. Dazu gesellen sich eine 32-minütige Dokumentation der ersten Manowar Fan Convention im vergangenen Jahr, ein sechsminütiger Einblick in die Proben von „Heart of steel“ als Orchesterversion, ein Promo-Trailer und eine Slideshow mit Live-Photos, geschossen von Manowar-Fans. Ganz nett, aber nicht essentiell.

Das bei beiden Versionen identische Songmaterial besteht aus „The Ascension” (kein echter Song, eher ein überlanges Intro) und „King of kings”. Die Stücke wurden im Jahr 2005 auf dem Earthshaker Fest aufgenommen und fungieren auf der EP, trotz eines für Manowar-Verhältnisse nicht ganz so wuchtigen Sounds, als Appetitmacher für die im November in den Läden stehende, sechsstündige DVD-Box „Manowar: Live At The Earthshaker Fest 2005“. Als nächstes wird dem geneigten Hörer ein erster Eindruck vom neuen Studiowerk geboten. Und zwar in Form einer Orchesterversion von „Odin“, gefolgt vom fast acht Minuten langen Titelstück des kommenden Albums („Gods Of War“), sowie dem 6½ Minuten langen EP-Namensgeber („The Sons Of Odin“).

Manowar zeigen sich musikalisch zwischen abgehobener Filmmusik und pompösem Orchester-Bombast á la „Richard Wagner für Arme“. Obwohl das nicht wirklich etwas mit Heavy Metal zu tun hat, werden ihre Fans diesen Quatsch vermutlich lieben. Man kann diesen bombastischen Kitsch aber auch als sinnfreie Holraumversiegelung bezeichnen, die nervtötend aus den Boxen lärmt.

Anspieltipps:

  • Gods of war
  • The sons of Odin
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