Lucky Jim - All The King´s Horses - Cover
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Lucky Jim All The King´s Horses


  • Label: Red Ink/ROUGH TRADE
  • Laufzeit: 44 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
4.7/10 Leserwertung Stimme ab!

Gordon Grahame (Singer/Songwriter) und Ben Townsend (Schlagzeug) bilden das Duo Lucky Jim. 2003 schlossen sich beide in Brighton zusammen und machen seitdem gemeinsam Musik. Ende 2003 stellten sie ihr Erstlingswerk „Our Troubles End Tonight“ fertig, das durchweg auf positive Resonanz stieß. 2006 kommt endlich der Nachfolger „All The King’s Horses“ auf den Markt.

Dieses Mal wurde das Album allerdings nicht in wenigen Wochen im heimischen Wohnzimmer aufgenommen und produziert, sondern namhafte Produzenten wie Steve Osborne (New Order, Suede) und Phil Bodger (Jamelia, Will Young) griffen den beiden Musikern unter die Arme, was dem Sound des Albums aber keinesfalls geschadet hat. Nie wirkt etwas aufdringlich oder überladen – die intime, wohlige Stimmung des Vorgängeralbums blieb erhalten. Zudem ließ man sich für die Fertigstellung des Albums achtzehn Monate Zeit. Lucky Jim hatten anscheinend keinen Druck verspürt, nach dem guten Erstling ein neues, erstklassiges Werk auf die neu gewonnene Anhängerschaft loslassen zu müssen. Zum Glück, denn dann wäre „All The King’s Horses“ sicher nicht von der Qualität gewesen, die es jetzt besitzt.

Klavier, Akustik-Gitarre und Schlagzeug sind auch auf „All The King’s Horses“ die vorherrschenden Instrumente, die teilweise von dezenten Streichern unterstützt werden. Das Material ist von folkloristischen Einflüssen geprägt und erinnert an Größen wie Bob Dylan oder Van Morrison. Überwiegend ehrliche, wehmütige Texte über Liebe geben „All The King’s Horses“ ein natürliches, ungeschminktes Gesicht, und die Musik, die immer aus dem Herzen zu entspringen scheint und niemals angestrengt oder gekünstelt wirkt, bildet den entsprechenden Rahmen für Grahames Aussagen und überträgt dessen Empfindungen auf die Hörerschaft.

Hervorzuheben aus dem durchweg gelungenen Liedgut sind das trauernde, vom Klavier getragene „Love’s Sweet Song“, das balladeske, stimmlich starke „Dear Brother“ und der treibende, rockigere Song „I Want You“, der besonders an Van Morrison erinnert. Lucky Jim bleiben sich und ihrer Linie auch auf ihrem zweiten Longplayer treu und spielen ehrliche, gefühlvolle Musik und all diejenigen, die so etwas schätzen, sollten Lucky Jim eine Chance geben.

Anspieltipps:

  • Love’s Sweet Song
  • Dear Brother
  • I Want You
  • Ode To Blue
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