Sebastian Sturm - This Change Is Nice - Cover
Große Ansicht

Sebastian Sturm This Change Is Nice


  • Label: Rootdown Records
  • Laufzeit: 48 Minuten
Artikel teilen:
7/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Das Kölner Rootdown Records Team hat schon des Öfteren bewiesen, dass kein Mangel an begabten deutschen Reggae-Künstlern herrscht. Nun hat die Crew einen der angesagtesten Newcomer an Land gezogen und präsentiert das neue Gesicht des Reggae im Bob-Marley-Style. Nach Reggaeton, Ska und Dancehall kehrt der gute alte Reggae nach Deutschland zurück und wird von einem charmanten 26jährigen Roots-Sänger namens Sebastian Sturm präsentiert.

Sebastian begann schon mit 14 Jahren an seiner musikalischen Karriere herumzubasteln. Damals allerdings als Punk-Sänger mit seiner selbst gegründeten Punk-Band. Doch glücklicherweise hielt seine Geschrei-Phase nicht lange an und er entdeckte den Reggae für sich oder besser, der Reggae entdeckte ihn. Denn der Sänger und Songwriter lässt mit seiner Stimme die Lyrics grooven und bringt relaxed den jamaikanischen Style nach good old Germany zurück. Sogar die Reggaezeitschrift Riddim schrieb über den Ausnahmekünstler: „Aus einer regungslosen Nation erhebt sich plötzlich ein junger Roots-Sänger und verbreitet positive Vibes der Erneuerung.“

Die positiven Vibes sind eindeutig nachzuvollziehen, nachdem man sich Sebastian Sturms Debütalbum „This Change Is Nice“ angehört hat. In 12 Liedern erklärt Sebastian, was für ihn wichtig im Leben ist und was sich unbedingt ändern sollte in unserer Welt. Das Album beginnt mit „Back among the living“ und verbreitet erst einmal den richtigen Reggaehype, um richtig eingestimmt zu werden. Es folgen „Without a trace“ und „Tell them the truth“, wobei Sebastian im Ersteren über die Frage nach dem „Wie werden wir sein, wenn wir alt sind“ nachdenkt und sich in „Tell them the truth“ für die Ärmeren einsetzt, die auch nach Bildung lechzen und eine Chance verdient haben angehört zu werden. In dem Song „Reggae makes the youth free“ singt Sebastian Sturm über das, was er auf seinem ganzen Album präsentiert. Nämlich, dass Reggae immer noch eine Jugendbewegung und für viele mehr, als nur Musik ist.

Gesagt, getan und somit zeigt sich Sebastian in „Time“ von seiner nachdenklichen Seite und in dem darauffolgenden „Soldierman“ kritisiert der Reggaesänger den Krieg und die daran teilnehmenden Soldaten. Mit „Time to say no“ richtet er das Wort an alle Jugendlichen und rät, sich treu zu bleiben und auf die Meinung der Anderen sprichwörtlich zu „scheißen“. Seine Themen sind abwechslungsreich und interessant, doch leider ähneln sich manche Beats, so dass es etwas langweilig werden kann, wenn man nur auf den Sound achtet und nicht die Lyrics berücksichtigt. Mit Lyrics bietet allerdings jeder Song eine Hymne zum Mitsingen und bringt den Hörer in eine fröhliche und gefühlsvolle Stimmung. Besonders ist auch noch, dass Sebastian auf jegliche Features verzichtet hat und sein leider nur 48 Minuten langes Album solo singt.

So wie für Reggaeplatten bekannt, erzeugt auch „This Change Is Nice“ ein Gefühl von Zusammenhalt und Frieden und ist für jeden Reggaefan ein Muss. Sebastian Sturm hat definitiv viel zu sagen und wie er es zu sagen hat, ist ein weiterer Bonus für den 26-Jährigen. Denn mit seiner unverkennbaren Reggaestimme, bringt der deutsche Roots-Sänger die Wurzeln von Bob Marley zurück in die Reggaeszene. Also schwingt eure Dreadlocks im Rhythmus von Sebastian Sturms „This Change Is Nice“!

Anspieltipps:

  • Back among the living
  • Reggae makes the youth free
  • Good life
  • Time to say no
  • Soldierman
  • This change is nice
Neue Kritiken im Genre „Reggae“
Diskutiere über „Sebastian Sturm“
comments powered by Disqus