Foo Fighters - Skin And Bones - Cover
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Foo Fighters Skin And Bones


  • Label: RCA/SonyBMG
  • Laufzeit: 73 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Natürlich ist „Skin And Bones“ kein reines Balladenalbum, auch wenn urwüchsigen Hardrocksongs wie „Best of you“ mächtig der Zahn gezogen wird.

„Greatest Hits”, „Best Of”, „Live”, „Box-Set”, „Unplugged“, „B-Sides & Rarities“ – der alljährliche Veröffentlichungsreigen vor Weihnachten ist nicht gerade bunt, da immer gleich. Was sollen die Firmen auch tun, um den schnellen Euro zu machen? Deshalb fühlen wir mit ihnen, greifen wie jedes Jahr reichlich zu und decken uns mit mehr oder weniger überflüssigem Material ein. Diesmal mit in der Verlosung: die Foo Fighters mit ihrem ersten Live- und Akustikalbum „Skin And Bones“.

Dieses Album (selbstredend auch als besser ausgestatte DVD erhältlich) spinnt die Idee des noch immer aktuellen Studiowerks „In Your Honor“ (06/2005) weiter, das mit einer Rock- und einer Balladen-CD daherkam. Und was passt besser zu Balladen? Eben! Akustische Musik mit abgespeckten Arrangements, live dargeboten, im überschaubaren Rahmen, vor den größten Fans der Band. In diesem Fall im repräsentativen Pantages Theatre in Hollywood. Okay, das Unplugged-Konzept ist inzwischen alles andere als ein Novum, aber dieses im August 2006 eingespielte Werk stellt zumindest die Live-Premiere auf CD für die Foo Fighters dar. Ha! Wir finden doch immer einen Grund, ein Album guten Gewissens zu empfehlen.

Natürlich ist „Skin And Bones“ kein reines Balladenalbum, auch wenn urwüchsigen Hardrocksongs wie „Best of you“ mächtig der Zahn gezogen wird. Da kann Dave Grohl noch so sehr schreien. Ein Arrangement ohne Rhythmusabteilung knallt nun mal nicht wie ein Bulldozer aus den Boxen. Dennoch kann eine Vocal Performance wie im besagten „Best of you“ locker für Gänsehaut sorgen. Es überzeugt zwar nicht jede neue Version der 15 Songs auf „Skin And Bones“, aber die meisten Stücke belegen eben doch, dass die Foo Fighters einen ganzen Haufen hervorragender Songs in ihrem Repertoire haben, die auch im Unplugged-Gewand wunderbar funktionieren.

Im Streitfall sollten die ursprünglichen Versionen bevorzugt werden. So auch beim abschließenden „Everlong“, dem vielleicht besten Foo-Fighters-Stück so far, bei dem die Jungs noch mal richtig Gas geben und belegen, dass eine bierselige Schunkelatmosphäre nicht wirklich zum Markenzeichen für diese Band werden sollte.

Anspieltipps:

  • Big me
  • Everlong
  • Marigold
  • Over and out
  • Walking after you
  • Cold day in the sun
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