Lloyd Banks - Rotten Apple - Cover
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Lloyd Banks Rotten Apple


  • Label: Interscope/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 63 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
5.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Es hat sich viel getan nach der Veröffentlichung von Lloyd Banks Debütalbum „The Hunger For More“, das sich über zwei Millionen Mal verkaufte. Der 24jährige G-Unit-Member aus Queens erhielt den Justo-Mixtape-Award in der Kategorie „Mixtape Artist of the Year“ und tourte ganze zwei Jahre lang mit 50 Cent und Eminem auf der „Anger Management“-Tour durch die Welt. Sein Debütalbum heimste zwei Platin-Auszeichnungen ein und das G-Unit-Debüt „Beg For Mercy“ bekam gleich dreifach Platin zugesagt. Nach der ersten Verkaufswoche von „The Hunger For More“ stieg Lloyds Album auf Platz 1 der US-Charts und ging über 450.000 Mal über die Ladentheke. Doch Banks hat sein Konzept für das neue Album geändert. „Mir ging es bei diesem Album vor allem darum, meinen alten Hang zu ‚Punchlines’ aufzufrischen. Insofern ist es eine deutliche Rückkehr zu meinen Ursprüngen, ein Trip zu meinen Wurzeln. Schließlich ist es meine Herkunft, die es mir ermöglicht hat, heute hier zu sein.“

Genau das zelebriert Lloyd Banks mit seinem neuen Album „Rotten Apple“, welches sich mehr mit den Textinhalten, als mit den Beats auseinandersetzt. Den ersten super Knaller präsentiert Lloyd mit dem Track „Survival“, der einen harten Beat und geniale Reime von Lloyd beinhaltet, wie zum Beispiel: „I got a white fan base because Eminem is my partner“. Neben der G-Unit-Crew, 50 Cent, Young Buck, Tony Yayo und Mobb Deep sind Prodigy, Altmeister Rakim, Scarface, 8 Ball, Musiq Soulchild und Newcomer Keri Hilson sowie Keon Bryce an Lloyd Banks Seite vertreten. Der Track „The cake“ zusammen mit Kumpel 50 Cent erinnert vom Beat ein wenig an Jay-Zs „Hard knock life“ und ist durch den chilligen Rapstyle einer der besten Songs auf dem Album. Mit Lloyd Banks erster Single „Hands up“, wo er ebenfalls von Fifty unterstützt wird, bietet Lloyd den Hörern einen Club- und Partybanger vom Feinsten, der durch den ballernden Beat noch mehr hervorsticht. Doch Mr. Banks hat nicht nur an Party gedacht, sondern auch Songs für seine weibliche Fanbase geschrieben. So sind zum Beispiel „Help“ mit Keri Hilson, „Addicted“ mit Musiq Soulchild oder „One night stand“ zusammen mit Keon Bryce sehr gelungen Songs mit großem R’n’B-Einfluss und geschmeidigen Rapparts.

Dass Musiq Soulchild den Soul in sich hat, weiß jeder, allerdings waren Keri Hilson und Keon Bryce, zumindest in unserem Lande, bisher relativ unbekannt. Doch die Zwei haben Soulstimmen, mit denen sie mit Sicherheit bald zu den ganz Großen gelten werden. Keri Hilson erlangte 2004 zum ersten Mal öffentliches Interesse, als sie in Xzibits „Hey now“ im Chorus zu hören war. Bis heute hat sie sich schon einen Namen als talentierte Songschreiberin und Co-Produzentin in den Songs von Ushers „Red light“ und Ciaras „Oh“ gemacht. Zurzeit arbeitet die 24jährige Sängerin an ihrem Debütalbum „Keri’d Away“ mit Produzenten wie Polow da Don, Walter Milsap oder Timbaland, das 2007 erscheinen soll. Der aus New York stammende Keon Bryce hat bereits mit HipHop-Größen wie Nas, Jay-Z, Ludacris und Left Eye zusammen gearbeitet.

Eine richtige Hoodhymne gibt es in dem Song „Get clapped“ auf die Ohren, indem Lloyd von Mobb Deep unterstützt wird. Der gemeinsame Song mit Tony Yayo „NY NY“ ist eine Huldigung an New York und ist mit schlauen zum Beat passenden Lines übersät. In dem Track „Iceman“, wo Banks von Young Buck, Scarface und 8 Ball gefeatured wird, rappt Lloyd provozierend: „I am no friend, I f*ck your wife man.“, und hat mit dem Song einen gelungenen Streettrack mit auf das Album gepackt. In dem Jazz beeinflussten Lied „Gilmore’s“, rappt Lloyd mit tiefer Stimme und einer Schnelligkeit, die mal wieder zeigt, dass der 24-Jährige sehr vielseitige Flows mit im Gepäck hat.

Abgesehen von den Songs „Playboy 2“, „Make a move“ und „Change“, die vom Beat her etwas eintönig geworden sind, ist „Rotten Apple“ ein sehr gelungenes Zweitwerk von Lloyd Banks und bietet geniale Textpassagen, wie man sie von ihm kennt. „Ich bin so verdammt gespannt, weil ich so wahnsinnig viel Zeit und Energie in diese Scheibe investiert habe. Ich habe unzählige Songs aufgenommen und später alles heruntergekocht. Nur die besten Tracks haben den Cut geschafft.“, erzählt Lloyd über seinen neuen Longplayer und kann sich entspannt zurück lehnen. „Rotten Apple“ ist typischer Lloyd-Banks-Sound mit weniger Einfluss von 50 Cent als auf „The Hunger For More“ und macht seine zweite Platte so zum ultimativen Lloyd-Banks-Banger.

Anspieltipps:

  • Help
  • Survival
  • Iceman
  • Gilmore’s
  • One night stand
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