Vibekingz And Maliq - 24-7 Addicted - Cover
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Vibekingz And Maliq 24-7 Addicted


  • Label: Urban/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 57 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
4.7/10 Leserwertung Stimme ab!

Patrick Swayzes „She is like the wind“ aus dem Tanzfilm Dirty Dancing dürfte wohl fast jeder kennen. Noch bekannter dürfte zurzeit allerdings „Like the wind“, eine Coverversion von Patrick Swayzes Klassiker von den Vibekingz und Maliq sein. Zumindest in Deutschland haben die Drei über Nacht mit ihrer Neuinterpretation den Erfolg geschnuppert und veröffentlichen nun mit „24/7 Addicted“ ihr gemeinsames 15 Lieder starkes Album.

Vibekingz bestehen aus DJ Size aus Berlin und DJ S.T.A.T.I.C. aus Hamburg und sind für die Beats, die HipHop, R’n’B und Dancehall in einem vereinen, zuständig. Maliq ist kein wirklicher Newcomer, sondern arbeitete schon mit Illmatic, J-Luv und Culcha Candela, sowie mit Produzenten wie Peter Ries (N’Sync), Silly Walks (Gentleman) oder Beathoavenz (Sido) zusammen. Sein Song „Nasty“ wurde bereits in New Yorker Clubs und Radiostationen rauf und runter gespielt, allerdings kam „The fame“ erst nach der Neuversion von „Like the wind“. Mit „24/7 Addicted“ kann Maliq nun unter Beweis stellen, dass er keine Eintagsfliege ist und die schon bestehenden oder neuen Fans auf sein kommendes Solowerk einstimmen.

Ein bisschen Unterstützung haben die Vibekingz und Maliq sich dann aber doch für das neue Album gesucht und in Weezy, Nitro, Big Steve, J. Lourenzo, Mos, Souluv und G Malone den richtigen Support gefunden. Wer ein Album mit weiteren Coverversionen erwartet, liegt falsch. Außer der Neuversion von „Like the wind“ haben die Drei nur noch „I can’t dance“ von Genesis gecovert, was eine ebenso gelungene Neuversion ist. Allerdings erinnern manche Textpassagen, Beats oder Rhythmen an bestimmte andere Künstler oder Songs. Da wäre zum Beispiel „Magic“, was mit dem leichten und sanften Beat ein wenig an Nina Skys „Move ya body“ erinnert. In dem Reggae-beeinflussten Tanzsong „Bigg up bigg up“ zusammen mit Big Steve, hört sich Maliqs Gesang und Rhythmus so ähnlich wie R. Kellys Gesang in „Fiesta“ an und Big Steves Rap in „Set it off“ erinnert an Timbalands Style.

Die zweite Single von Maliq und den Vibekingz ist die R’n’B-Ballade „This letter (PS: I still luv u)“, in der Maliq seine schöne Stimme zum Ausdruck bringt und von einem ruhigen Beat begleitet wird. Wer immer noch zweifeln sollte, dass Maliq wirklich singen kann, wird sich spätestens nach dem Song „Marvelous“ bei ihm entschuldigen. Dort lässt Maliq seiner Stimme freien Lauf und verändert die Tonlagen, was er in dem darauffolgenden Track „Back in the days“ fortsetzt und dort auch noch einen Ohrwurm verdächtigen Refrain abliefert. Mit „Where is the luv?“ zusammen mit Mos, Nitro, Souluv und G Malone schließen die Vibekingz und Maliq ihr Album mit einem Knaller ab. Der Song sticht durch den traurigen und harten HipHop-Beat, der von einem Klavier unterlegt ist, hervor und präsentiert eine HipHop-Hymne vom Feinsten. Der Track ist ein richtiger Streetsong mit guten Raps und Refrain und setzt sich mit dem vielen Leid auf der Welt auseinander.

Fazit ist, dass die Vibekingz und Maliq mit „24/7 Addicted“ ein gutes Debütalbum abgeliefert haben und dem Hörer eine gute Mischung aus HipHop und R’n’B anbieten. Jedoch singt Maliq in Songs wie „Be my lady“ ein bisschen zu hoch und die vom Computer verzerrte Stimme in „Magic“ müsste auch nicht unbedingt sein. Der Song „Stand up!“ soll zwar zum Tanzen auffordern, allerdings versteht man nur den Refrain, Maliqs restlicher Gesang geht leider in der Musik unter. Manchmal hat man das Gefühl, dass die Drei schnell ein Album zusammen gebastelt haben, um es den hungrig wartenden Fans zuzuwerfen und dann wiederum denkt man „damn“, die Jungs haben es echt drauf!

Anspieltipps:

  • Set it off
  • Marvelous
  • Like the wind
  • I can’t dance
  • Back in the day
  • Where is the luv
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