Conjure One - Extraordinary Ways - Cover
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Conjure One Extraordinary Ways


  • Label: Nettwerk/SOULFOOD
  • Laufzeit: 55 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Zusammen mit Bill Leeb brachte der kanadische Produzent Rhys Fulber (Fear Factory, Megadeth, Paradise Lost, Sarah Brightman) und Musiker (zusammen mit Leeb als Front Line Assembly und solo als Conjure One) erst kürzlich das entzückende Delerium-Album „Nuages Du Monde“ unter die Leute. Während Fulber mit Delerium auf große Erfolge im Ambient-Bereich zurückblickt, schlägt er mit Conjure One in eine ähnliche musikalische Kerbe, die trotz der wunderbaren Single „Tears From The Moon“ (feat. Sinead O´Connor) und dem selbstbetitelten Debütalbum noch nicht ganz so prächtig mit Ruhm gefüllt ist. Aber darauf kommt es auch gar nicht an, denn das jetzt zum ersten Mal offiziell in Deutschland erhältliche Zweitwerk „Extraordinary Ways“ macht dort weiter, wo „Conjure One“ aufgehört hat und überzeugt mit wohligen Electrosounds sowie Streicher-Arrangements, die um Gitarren und Percussions ergänzt werden.

Obwohl dieses Mal keine Ikone wie Sinead O´Connor die schwebenden Klangteppiche mit ihrer Stimme verzaubert, sind die Gastsängerinnen Jane, Chemda, Tiff Lacey und Joanna Stevens mit ihren Gesangskünsten mehr als nur schmückendes Beiwerk, auch wenn die Stimmen bis auf die orientalische Note von Joanna Stevens kaum voneinander zu unterscheiden sind und so der richtige Höhepunkt im Gesang ausbleibt. Dafür singt Rhys Fulber zum ersten Mal in der Laufbahn selbst und platziert bei den Songs „I Believe“ (ein eigenwilliges, höchst melancholisches Buzzcocks-Cover) und „Beyond Being“ seinen, wenn auch futuristisch modifizierten, Gesang.

Gerade wenn in Songs wie „Pilgrimage“, das darüber hinaus mit einem vielseitigen Arrangement und schwelgenden Gitarreneinsätzen herausragt, und „Dying Light“ die orientalische Seite von Delerium hervorsticht, hat Conjure One seine stärksten Momente. Wenn man also aufgrund der ähnlich ausgerichteten Stimmung beider Projekte von Fulber vergleichen würde, haben Delerium vielleicht auch aufgrund der Mitarbeit von Bill Leeb klar die Nase vorn. Die Songs auf „Extraordinary Ways“ sind nur selten so prägnant und nachhaltig beeindruckend wie die beiden vorgenannten Stücke und dem in seiner Leichtigkeit und Eingängigkeit betörenden Quasi-Titeltrack „Extraordinary Way“, so dass unter dem Strich ein gutes Album dabei herauskommt, ohne komplett zu begeistern. Link-Tipp: Kostenloser Download von Conjure One - „Extraordinary Way“

Anspieltipps:

  • Pilgrimage
  • I Believe
  • Extraordinary Way
  • Dying Light
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