Unleashed - Midvinterblot - Cover
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Unleashed Midvinterblot


  • Label: Steamhammer/SPV
  • Laufzeit: 46 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
5.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Die Herangehensweise ans achte Werk der schwedischen Death Metaller Unleashed lässt sich mit der ihrer Genrekollegen Cannibal Corpse und Deicide für ihre neuen Werke „Kill“ und „The stench of redemption“ gleichsetzen. Sowohl die Schnetzler aus Buffalo als auch die Satansbrut aus Florida setzte auf alte Stärken und beide fuhren damit ausgesprochen gut. Auch Johnny Hedlund (Gesang, Bass), Fredrik Folkare (Gitarre), Tomas Olsson (Gitarre) und Anders Schultz kehren nach dem Comeback mit „Hell´s unleashed“ (2002), das mehr Hardcore denn Death Metal war, und dem mächtigen Nachfolger „Sworn allegiance“ (2004) mit neuer Plattenfirma (die deutsche SPV) und „Midvinterblot“ im Gepäck zurück zu den Wurzeln mit minimalen Veränderungen des bestehenden Klangkosmos.

Das führt zwar zu knüppelharten Geschossen wie „Blood of lies“, das gleich zu Beginn die Devise von Unleashed offenbart, kurze und prägnante Stücke vom Stapel zu lassen (meistens enden die Songs vor der 3-Minuten Marke), dem Stück „Triumph or genocide“, das zwischendurch mit ruhigen Passagen ausgestattet ist bis immer wieder die Hölle losbricht, dem losstürmenden „Salvation for mankind“ oder „Psycho killer“, welches mit der Erbarmungslosigkeit einer Dampfwalze über den Hörer hereinbricht, zeigt aber auch, dass sich die Ideen ab und an im Kreis drehen. Deswegen befindet sich unter den 15 Kompositionen gut und gerne die Hälfte im Durchschnittsbereich, erinnert an bereits Gehörtes von anderen Vertretern der Szene oder an den Vierer selbst.

Hinzu kommt noch eine Produktion, die das Material auf „Midvinterblot“ stellenweise klar und dünn wiedergibt, was die Stimmung dieser Death-Metal-Scheibe öfters in ein falsches Licht rückt. Trotzdem knallen einige Songs ordentlich, selbst wenn Doublebassdrum-Gefechte wie in „Loyality and pride“ überwiegend ausbleiben und sich Folkare und Olsson auf ihre Klampfen stürzen, die einen wesentlich höheren Stellenwert einnehmen, wie das auch bei bisherigen Unleashed-Outputs der Fall war. So schaffen es die Schweden mit dem grandiosen Titeltrack, der mit besonders schweren Leads aufwartet, und sechs bis sieben übrigen Nackenbrechern ein souveränes Album hinzulegen.

Anspieltipps:

  • The Avenger
  • Psycho Killer
  • Midvinterblot
  • Salvation For Mankind
  • We Must Join With Him
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