Nemo - Dance Rock - Cover
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Nemo Dance Rock


  • Label: Machmalauter.Music
  • Laufzeit: 38 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
4.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Seit 2003 gibt es die Mainzer Band Nemo, welche mehrere Runden beim süddeutschen Emergenza-Newcomer-Festival als Nummer 1 überstanden hat und sich schließlich im Finale doch mit Rang 6 begnügen musste. Zu sechst spielten sie sich mit ihrem rhythmisch herausragenden Rock und Rap/Gesangseinlagen der beiden Vokalisten voller Leidenschaft in die Herzen der Zuschauer und legen nun auf dem Indielabel Machmalauter Music ihr Debütalbum vor, welches mit seinen knapp 40 Minuten die guten musikalischen Ansätze zum Ausdruck bringt und druckvoll jede Party rocken wird.

Weder der niedliche Zeichentrickfisch im Namen noch das vermeintliche Genre von Nemo (lat. für niemand) im Albumtitel, sollten einen davon abhalten, sich unvoreingenommen am quietschgelben Artwork vorbei der CD zu widmen. Vor allem die Arrangements sind vielseitig und dynamisch ausgerichtet, so dass gleich der Opener „Dancerock“ gehörig schwungvoll in die Ohren wandert. Auch wenn das Schema aus harten Gitarrenriffs, hymnischen Singalongs und (teils deutschsprachigen) Rap-Einlagen sich oft wiederholt und relativ leicht auszurechnen ist, heben sich Nemo von der ewigen Proberaumband ab, die seit Jahrzehnten in Kellern vor sich her dümpelt. Nemo sind bereit, größere Hallen zu rocken.

Das haben nicht nur die Emergenza-Auftritte zum Ausdruck gebracht – das zeigen auch die 10 Songs des Debüts. Als erster echter Hinhörer zeigt sich „Soldiers“ mit sehr schönen, ruhigeren Passagen und teils aggressiven Vocals, die wieder einmal von punktgenauen, schneidigen Gitarren getragen werden. Die Tempi werden im Laufe des Albums gekonnt variiert, so dass auch ein progressiver, verspielter Anteil die Crossover-Seite des Sechsers erweitert und gleichzeitig offenbart, wie sehr die musikalische Herausforderung bei Nemo gefragt ist. Da der Sound relativ dünn ist, es manchmal zu vorhersehbar und austauschbar wird, ist das Fazit nicht euphorisch, aber mit einem erweiterten Budget und weiterhin zielstrebiger Arbeit ist beim nächsten Mal ganz sicher mehr drin.

Anspieltipps:

  • Soldiers
  • Time
  • Away
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