Soundtrack - Marie Antoinette - Cover
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Soundtrack Marie Antoinette


  • Label: Verve/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 91 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
5.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Basierend auf Antonia Frasers Biographie „Marie Antoinette: Eine Reise“ legt die Regisseurin Sofia Coppola („Lick The Star“, „The Virgin Suicides“, „Lost In Translation“) mit „Marie Antoinette“ ihre vierte Regiearbeit vor. Die 35jährige Amerikanerin umschifft darin geschickt die Konventionsklippen eines Kostümfilms und erzählt stattdessen in schnellen Bildern eine spannende Geschichte über jugendliche Ängste und Emotionen. Entsprechend ungewöhnlich ist auch der Soundtrack ausgefallen, der sogar als Doppelalbum in die Läden kommt. Er verlieht dem Film eine extrem moderne Note, weshalb bereits im Vorfeld einiges Aufhebens um die musikalische Zusammenstellung gemacht wurde.

Filmstarts.de sagt dazu: „Wo andere im Genrekäfig verharren, ist Coppola bereit die offene Tür zu benutzen. Durch die poppige Inszenierung und die gewöhnungsbedürftige Untermalung mit ebensolcher Musik, sahen viele Kritiker Form und Inhalt lediglich als einen Ausdruck von Oberflächlichkeit – sowohl des Films als auch seiner Regisseurin.“ Mutig dürfte eher die korrektere Bezeichnung für das sein, was der von Drummer und Filmmusikexperte Brian Reitzell (Turin Brakes, Air, Nikka Costa) produzierte und zusammengestellte Soundtrack dem Hörer präsentiert. Ohne Berührungsängste werden Stücke von Vivaldi und The Strokes („What ever happenend“), The Cure („All cats are grey“) und den französischen Klangmalern von Air („Il secondo giorno“), sowie gleich drei Songs der 1980 von Malcolm McLaren (Sex Pistols) ins Leben gerufenen New-Wave-Band Bow Wow Wow („Aphrodisiac“), nebeneinander gestellt.

Überhaupt die 80er Jahre. Diese scheinen es Reitzell und Coppola angetan zu haben. Aus dieser Epoche stammen nämlich auch Gruppen wie New Order („Ceremony“), Adam And The Ants („Kings of the wild frontier“) und Siouxsie And The Banshees („Hong Kong garden“), die sich ebenfalls in die Liste der 26 Songs eintragen. Dazu sind Windsor For The Derby mit „The melody of a fallen tree“ von ihrem Album „We Fight Til Death“ zu hören und die Schweden von The Radio Department gleich dreimal mit „Keen on boys“ von ihrem Debüt „Lesser Matters“, „I don’t like it like this“ von der EP „This Past Week” und „Pulling our weight” von der gleichnamigen EP. Damit sind rund 90 Minuten unterhaltsam ausgefüllt.

Anspieltipps:

  • Air – „Il secondo giorno”
  • Dustin O´Halloran – „Opus 17“
  • Dustin O´Halloran – „Opus 36“
  • The Strokes – „What ever happenend“
  • Siouxsie And The Banshees – „Hong Kong garden“
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