Norma Jean - Redeemer - Cover
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Norma Jean Redeemer


  • Label: Century Media/EMI
  • Laufzeit: 42 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Mit dieser Band hat man es nicht leicht. Der Name „Norma Jean“ ist irgendwie doof, der christliche Background ist so gar nicht Heavy Metal, Sänger Cory Brandan blökt wie eine angestochene Wildsau herum und die Songs zacken nervös zwischen Metal-, Math- und Frickelcore herum. Und trotzdem hat diese Band etwas, was sie von anderen Brüllaffencombos abhebt. Hörer des Drittwerks „Redeemer“ (Erlöser, Heiland) sollten sich dennoch vorsorglich ein paar Kopfschmerztabletten parat legen. Denn nach ca. der Hälfte des neuen Albums signalisieren die ersten Adern, gleich platzen zu wollen.

Die Herren Cory Brandon (Gesang), Chris Day (Gitarre), Scottie Henry (Gitarre), Jake Schultz (Bass) und Daniel Davidson (Schlagzeug) haben sich diesmal mit Ausnahmeproduzent Ross Robinson (At The Drive-In, Korn, Sepultura, Limp Bizkit, Slipknot, Machine Head) ins Studio begeben und damit genau den richtigen Mann hinter den Reglern gefunden, der aus den elf Songs, die dermaßen viele Emotionen aus sich herauspressen, das Maximum herausholt.

Wo selbst die eigene Plattenfirma dezent von Krach spricht, wird bis zum Anschlag gelitten („The longest lasting statement“), sich ausgekotzt („A grand scene for a color film“), virtuos auf die Zwölf gedonnert („Amnesty please“) und mit richtig fetten Riffs gewuchert („Cemetary like a stage“). Mehr als eine Dreiviertelstunde am Stück verträgt davon niemand. Aber das macht auch das Besondere an dem scheinbaren Klangchaos der Jungs aus Atlanta, Georgia aus. Hier wird Hardcore mit Metal verbunden und Emocore mit progressiven Passagen gekreuzt. Das nervt solange, bis es dem Hörer verdammt noch mal gefällt, denn die elf Brechstangen auf „Redeemer“ besorgen es einem definitiv.

Anspieltipps:

  • Amnesty please
  • Songs sound much sadder
  • A temperamental widower
  • Blueprints for future homes
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