Diecast - Internal Revolution - Cover
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Diecast Internal Revolution


  • Label: Century Media/EMI
  • Laufzeit: 47 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
5/10 Leserwertung Stimme ab!

Ebenso wie die Hardrock-Dampfhammer von Brand New Sin (aktuelles Album „Tequila”), wurde die Bostoner Band Diecast vom kleinen Label Now Or Never zu Century Media geholt. Dort legten Diecast vor zwei Jahren ihr Labeldebüt „Tearing Down Your Blue Skies“ vor, das von der Fachpresse als ideale Ergänzung zu Genre-Aushängeschildern wie God Forbid, Killswitch Engage, Hatebreed und Shadows Fall gepriesen wurde. Schön und gut. Aber danach rotierte das Personalkarussell bei den Amerikanern und das Erscheinungsbild der Amerikaner änderte sich radikal.

Doch auch im aufgefrischten Line-up machen Paul Stoddard (Gesang), Kirk Kolaitis (Gitarre), Jon Kita (Gitarre), Brad Horion (Bass) und Dennis Pavia (Drums) keine Gefangenen und nehmen die Fangemeinde erneut im Sturm ein. Wie das geht? Mit einem erbarmungslos ballernden Metalcore-Album (Hardcore meets Heavy Metal) namens „Internal Revolution“, das wie eine Planierraupe über den Hörer hinwegfegt und mit coolen Riffs, Hooks und Melodien nur so um sich wirft.

Die lange Vorbereitungszeit, welche die gesamte erste Jahreshälfte 2006 einnahm und in den anschließenden Aufnahmesessions mit Produzent Paul Trust (Big Sky, Endo, Crease) mündete, hat sich voll ausgezahlt. Die neuen Songs bestechen durch Härte, Tempo und einer erstaunlichen Eingängigkeit, die auch nicht durch den derben Vocal-Mix aus cleanen Gesangslinien („Hourglass“) und markerschütternden Brüllorgien („Never forget“) gestört wird. Ganz klar, wo Killswitch Engage mit ihrem neuen Werk „As Daylight dies“ schwächeln, machen Diecast mit „Internal Revolution“ unverfroren Boden gut und versohlen den Hörern amtlich die Hintern.

Mit diesem Album verlassen Diecast alte Hardcore-Pfade und gehen noch eindeutiger in Richtung moderner Metalcore, der nicht mit bluttriefendem Gekreische aus der Emo-Krankenstation polarisiert, sondern mit progressiven Songaufbauten und einem richtig guten Sänger überzeugt. Eintüten, mitnehmen!

Anspieltipps:

  • Fade away
  • Hourglass
  • Fractured
  • Never forget
  • Nothing I could say
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