Moby - Go: The Very Best Of Moby - Cover
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Moby Go: The Very Best Of Moby


  • Label: Mute/EMI
  • Laufzeit: 55 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
4.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Richard Melville Hall macht Musik, weil er es liebt, Musik zu machen und es das Einzige ist, was er kann – so äußerte es der unter dem Namen Moby bekannte undogmatische Musiker mit der bei ihm so geschätzten Underdog-Mentalität. Dass er durch Alben wie „Play“ (1999) und „18“ (2002) zu einem echten Popstar heranreift, hätte der einstige Punk/Hardcore-Musiker niemals für möglich gehalten, als er in den Achtzigern mit jugendlicher Wut bei der Band The Vatican Commandos als Sänger und Gitarrist anheuerte. Schließlich zog es Moby, benannt nach seinem Ururgroßonkel Herman Melville und Autor von Moby Dick, Ende der Achtziger in die florierende New Yorker Dance-Szene. Er brachte einige Singles auf dem Independentlabel Instinct heraus und feierte mit „Go“ zum ersten Mal auch außerhalb der New Yorker DJ-Kultur große Erfolge.

„Go“ schaffte es mit der adaptierten Titelmelodie der Kultserie „Twin Peaks“ bis auf Platz 10 der englischen Charts und wurde 1993 mit einem Plattenvertrag bei Mute belohnt. Mit dem Debütalbum „Everything Is Wrong“ nahm eine durch elektronische Popmusik und Dance bestimmte Karriere ihren Lauf, die zwischendurch vom Punkrock-Ausflug „Animal Rights“ (1996) erfrischt wurde. Passend zum langsam aufkommenden Weihnachtsgeschäft ist es nach dem letzten Album „Hotel“ nun Zeit für eine Werkschau, die trotz der übertriebenen Veröffentlichungspolitik (allein in Deutschland CD, 2-CD, DVD und 2-DVD) aufgrund der Vielzahl immer noch höchst relevanter Stücke ihre Berechtigung hat.

Neben den vom Shining Light Gospel Chor seelenvoll verzierten „In My Heart“ sowie „Why Does My Heart Feel So Bad?“ und den unvergessenden, damals euphorisch empfangenen Dance-Tracks „Go“ sowie „Feeling So Real“ bietet die reguläre CD-Variante vor allem durch den neuen Song „New York, New York“ (mit Debbie Harry) und „Slipping Away“ (in der neuen Version im teils französischsprachigen Duett mit Mylene Farmer) zwei echte Schmankerl, die über das übliche Best-Of-Schema hinausgehen. Gerade das auch als Single erhältliche „New York, New York“ kommt unbeschwert daher und punktet durch schwungvolle Synth-Flächen, die daraus einen echten Ohrwurm machen. Alles in allem kann man gerade als Neueinsteiger mit dieser einfachen CD-Variante nichts falsch machen, auch wenn von Hörer zu Hörer verschieden so mancher Song schmerzlich vermisst werden dürfte. Für diesen Fall sind die Studioalben, gerade aufgrund ihrer Gesamtheit, abhängig vom Geldbeutel dann sicher auch die bessere Wahl.

Anspieltipps:

  • Go
  • In This World
  • New York, New York
  • Slipping Away (Crier La Vie)
  • Why Does My Heart Feel So Bad?
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