Staind - The Singles 1996-2006 - Cover
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Staind The Singles 1996-2006


  • Label: Atlantic/WEA
  • Laufzeit: 73 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
5.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Nach zehn Jahren im Musikbusiness, davon sieben bei einem Majorlabel, und 15 Millionen verkaufter Alben, ist es jetzt auch für die Nu-Rocker von Staind an der Zeit, eine Karrierezusammenfassung abzuliefern. „The Singles 1996-2006“ präsentiert, wie der Name schon sagt, ein Dutzend Hits der Fred-Durst-Entdeckung, darunter der Song „Come again” vom 1996er Indie-Debüt „Tormented“. Dieser klingt in einer aktuellen Neueinspielung alles andere als Nu-Rock-artig, sondern eher wie Henry Rollins mit seiner Rollins Band.

Danach taucht die Rückbetrachtung in tiefste, schon längst ausgestanden geglaubte Nu-Rock-Gefilde ein („Mudshovel“, „Home“, „For you“, „Price to play“), um nochmals ins Gedächtnis zu rufen, dass Staind das letzte Jahrzehnt in Sachen Rockmusik entscheidend mitgeprägt haben. Das mag dem Fan gewiss große Freude bereiten, doch diese Songsammlung macht auch deutlich, dass Staind in den Geschichtsbüchern später mal nur bedingt mit einer nachhaltigen Relevanz für die Szene bedacht werden. Ein hochklassiges Album („Break The Cycle“, 2001) reicht eben nicht, um den Dicken Max zu spielen.

Wenn also die versammelten Singles von Staind nur teilweise Spaß machen („It’s been a while“, „Epiphany“, „So far away“), was kann uns das Album dann noch bieten, damit es einen Sinn ergibt? Nun, das wären dann wohl die drei Coverversionen von „Nutshell“ (Alice In Chains), „Comfortably numb” (Pink Floyd) und „Sober“ (Tool), die um den eigenen Song „Everything changes“ im Live-Unplugged-Gewand sowie „Outside“ in der langweiligen „Family Values Tour“-Akustikversion ergänzt wurden.

Das ergibt unterm Strich 12 + 4 = 16 Songs, aber nicht wirklich ein Feuerwerk aus großen Highlights, zumal die zusätzlichen Akustiknummern angesichts einer bereits vor vier Jahren veröffentlichen Unplugged-DVD wie kalter Kaffee wirken und noch einen weiteren Nebeneffekt mit sich bringen: Sie beweisen, dass es da draußen tatsächlich ein Leute gibt, die bessere Songs schreiben als Staind. Aber die Band wollte es offenbar so und suchte sich ausgerechnet Songs von Tool, Alice In Chains und Pink Floyd aus. Heilig’s Blechle.

Anspieltipps:

  • Nutshell
  • Epiphany
  • So far away
  • It’s been a while
  • Everything changes
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