Snoop Dogg - Tha Blue Carpet Treatment - Cover
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Snoop Dogg Tha Blue Carpet Treatment


  • Label: Interscope/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 78 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
5/10 Leserwertung Stimme ab!

Bigg Snoop liefert mit „Tha Blue Carpet Treatment“ ein makelloses HipHop/G-Funk/Gangsta-Rap-Album ab.

Bigg Snoop Dogg is back in da House! Auf seiner achten Soloplatte in 13 Jahren, „Tha Blue Carpet Treatment“, geht es zurück „in da Hood“ und der alte O.G.-Sound aus den Neunzigern wird dezent entstaubt. Zurück zu den Wurzeln lautet die Devise, aber nicht ohne eine Feature-Liste, auf die sich wieder das komplette Who is Who der Szene gedrängt hat: Timbaland, D’Angelo, George Clinton, Ice Cube, R. Kelly, Akon, Damian Marley, The Game, Kurupt, Dr. Dre, Nate Dogg, B Real, Pharrell, Rick Rock und Stevie Wonder.

Dass „Gangsta“ bei Snoop Dogg etwas völlig anderes bedeutet, als zum Beispiel bei Xzibit, der mit düsteren Beats und politischen Themen aus der Reihe fällt, zeigen auch die 21 Tunes auf „Tha Blue Carpet Treatment“ wieder bis ins Detail. Tiefenentspannt wie nach einer mordsmäßigen Dope-Tüte, lässt der 34-Jährige seine Flows über lazy Grooves laufen und betont dabei mit jeder Silbe, dass er niemanden mehr etwas beweisen muss. Snoop hat seinen Stil und den pflegt er. Und offenbar ist er nicht bereicht, auch nur eine Kleinigkeit daran zu ändern. Das muss man akzeptieren, aber natürlich nicht uneingeschränkt gut finden. Denn dazu muss das Songmaterial auch von einer gewissen Qualität sein. Doch darüber muss man sich bei Snoop Dogg nach einer Schwächephase in den späten 90er Jahren keine Sorgen mehr machen.

Calvin Broadus alias Snoop Doggy Dogg alias Bigg Snoop liefert mit „Tha Blue Carpet Treatment“ ein makelloses HipHop/G-Funk/Gangsta-Rap-Album ab, dass 100% authentischer ist, als der Schrott, den z.B. ein gewisser P. Diddy auf seinem (hoffentlich) letzten Output „Press Play“ absondert. Gut, bei Snoops Texten darf man nicht so genau hinhören, da sich diese größtenteils immer um dieselben, klischeebehafteten Themen (Partys, Autos, Girls, Drogen, Bandenkriege) drehen und sich in Tracks wie „I wanna fuck you“ mit links den „Parental Advisory: Explicit Content“-Sticker verdienen. Dafür sind die Beats vom Feinsten und die Star-Kollaborationen gehen voll auf. Die Zusammenarbeit mit diesen Hochkarätern (darunter zum ersten Mal seit Snoops Debüt aus dem Jahr 1993 auch wieder Dr. Dre) sorgt für Abwechslung und lässt Sorgen nach dem Motto „viele Köche verderben den Brei“ ganz schnell verfliegen.

Anspieltipps:

  • Crazy
  • Get a light
  • Think about it
  • Gangbangn 101
  • I wanna fuck you
  • Candy (drippin’ like water)
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