Meat Loaf - Bat Out Of Hell (Special Edition) - Cover
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Meat Loaf Bat Out Of Hell (Special Edition)


  • Label: Epic/SonyBMG
  • Laufzeit: 124 Minuten
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10/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Den Hörer erwartet auch fast 30 Jahre nach der Premiere ein ausgelassenes Freudenfest des progressiven Bombastrock.

Es war ein Album mit „nur” sieben Songs, das die Rockwelt vor 29 Jahren aus den Angeln hob. Sieben Songs, von denen sechs als Single ausgekoppelt wurden und dafür sorgten, dass sich besagtes Album sage und schreibe 82 Wochen in den amerikanischen Billboard Charts hielt und bis heute mehr als 30 Millionen Mal verkauft wurde. Das Werk heißt „Bat Out Of Hell“.

Das Werk sollte eine Reminiszenz an die Ära des Rock’n’Roll der 50er Jahre sein, kam aber als eine noch nie da gewesene Mixtour aus bombastischen Orchesterklängen und sattem Hardrock daher. Vorgetragen wurde das Material von einem schwergewichtigen Kerl namens Marvin Lee Aday alias Meat Loaf, der als Mitglied des New Yorker „Hair“-Ensembles und in der Glanzrolle des „Eddie“ in dem Kult-Musical/Film „The Rocky Horror Picture Show“ erste Showbiz-Erfahrungen gesammelt hatte. Er schaffte zusammen mit großartigen Musikern wie Todd Rundgren (Gitarre, Keyboards, Produktion), Roy Bittan (Piano) und Max Weinberg (Drums), die auch später alle ihren Weg erfolgreich gegangen sind, und den Songs aus der Feder von Broadway-Komponist Jim Steinman, ein Konzeptalbum, das zur Pflichtausstattung jeder anständigen Plattensammlung wurde.

Zeitgleich mit der Veröffentlichung des dritten Teils von „Bat Out Of Hell“, „The Monster Is Loose“, erscheint eine „Special Edition“ des Urwerks aus dem Jahr 1977. Diese besondere Neuauflage im remasterten Soundgewand enthält drei Bonus Tracks („Great boleros of fire: Live intro“, „Bat out of hell: Live“, „Dead ringer for love“) sowie die DVD „Hits Out Of Hell“ – eine spätere Ergänzung des gleichnamigen 1984er Albums – die mit neuem Bonusmaterial aufgepeppt und technisch runderneuert wurde. Vergleicht man die Cover beider CDs, fällt auf, dass sich die Optik leicht geändert hat. Zugunsten eines wuchtigeren Titels (inkl. der Zusätze „Special Edition“ und „Songs by Jim Steinman“), sind die in der ursprünglichen Version deutlich sichtbaren Grabsteine ganz familienfreundlich fast verschwunden.

An der Musik wurde zum Glück nicht herumgebastelt. Hier erwartet den Hörer auch fast 30 Jahre nach der Premiere ein ausgelassenes Freudenfest des progressiven Bombastrock. Songs, die ohne zu langweilen an der 10-Minuten-Marke kratzen und mehr wie ein buntes Musical klingen, als eine herkömmliche Studioproduktion.

Anspieltipps:

  • Bat out of hell
  • Heaven can wait
  • Paradise by the dashboard light
  • You took the words right out of my mouth
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