Wetton Downes - Icon II: Rubicon - Cover
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Wetton Downes Icon II: Rubicon


  • Label: Frontiers Records
  • Laufzeit: 50 Minuten
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3/10 Unsere Wertung Legende
5.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Ui, ui, ui, das ist doch mal bedeutungsschwanger, was die Asia-Mitglieder John Wetton (Gesang, Bass, Gitarre) und Geoffrey Downes (Keyboard) mit dem zweiten Beitrag zu ihrem Soloprojekt Icon verzapfen. Allein schon der Name „Rubicon“ und das lateinische Sprichwort „Alea iacta est“, die in der linken Ecke des Covers prangen, geben genug Grund zu der Annahme, das sich die Beiden auf großspurigem und pompös bombastischen Niveau bewegen. Das Bild des In-die-Ferne-blickens, das John und Geoff praktizieren, welches gepaart ist mit dem freundschaftlichen Schulterauflegen von Wetton und etwa die Hälfte des bunten Pressezettels einnimmt, bestätigt nur den Eindruck, hier hätte sich jemand ein wenig zu wichtig genommen.

Wenn dann auch noch die ersten Töne von „The die is cast“ erklingen und seliges Keyboardgeklimper einsetzt, ist die Reminiszenz an die 80er nicht nur hergestellt, sondern der Hörer glaubt sich in eben diesem Jahrzehnt zu befinden, ungeachtet dessen, dass die musikgeschichtliche Entwicklung bereits weiter fortgeschritten ist und Songs wie z.B. „Finger on the trigger“, „Tears of joy“ (mit Anneke van Giersbergen der niederländischen Band The Gathering), „Shannon“ oder „The glory of winning“ wirklich keine künstlerischen oder sangestechnischen Großtaten darstellen.

Sicher ist es erfreulich die Stimme oder das beherzte Spiel am Klimperkasten wiederzuhören, das einem vor etwa 20 Jahren in der Band Asia aus dem Radio entgegenschmetterte, aber dieses Sitzenbleiben auf alten Normen, das auf „Icon II: Rubicon“ praktiziert wird, ist nun wirklich nicht mehr als langweiliges Gedudel. Was Julius Caesar jetzt allerdings mit dem Duo zu tun hat, erklärt Downes folgendermassen: „John and I had to face and cross our individual rubicons during critical moments in our lives when circumstances and fate entangled, obliging us to face defining moments of truth. Both of us realized that having examined our choices, it resolved to there being no choice at all. These experiences reminded us of an analogous set of historical circumstances faced by Julius Caesar in 49BC, similar in scope if not in scale, similar in style if not in substance. Inevitably our creative antennae were tweaked. The follow up to ’Icon’ should reflect autobiographical experience set against historical scenery.”

Anspieltipps:

  • Whirlpool
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