Milburn - Well Well Well - Cover
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Milburn Well Well Well


  • Label: Mercury/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 35 Minuten
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9/10 Unsere Wertung Legende
5.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Nach dem Gesetz des Marktes, würden die Arctic Monkeys den Boris Becker der neuen englischen Rockmusik darstellen und die Sheffield-Boys von Milburn den Michael Stich. Also die ewigen Zweiten, die ab und zu mal ein Stückchen vom Erfolgskuchen abbekommen, aber für immer als die Band nach den Arctic Monkeys wahrgenommen werden. Dabei sind die Affinitäten der beiden Gruppen frappierend. Milburn sind ähnliche Milchbubis wie die Monkeys, sie spielen im gleichen musikalischen Fahrwasser, sie können unheimlich Tempo machen und sie schütteln arsch-cooles Liedgut aus dem Ärmel.

Selbstverständlich liegt es ausschließlich am werten Hörer, ob er weitere Götter neben den Arctic Monkeys zulässt. Doch die Chancen für Joe Carnall (Gesang, Bass), Louis Carnall (Gitarre, Gesang), Tom Rowley (Gitarre) und Joe Green (Drums) stehen wahrlich nicht schlecht. Auf ihrem von Dave Eringa (Manic Street Preachers, Ash, Idlewild) produziertem Debüt lassen die Jungs ein Hitfeuerwerk auf die Öffentlichkeit los, das in nur 35 Minuten mindestens ein halbes Dutzend erstklassige Lieder beinhaltet. Ach was, auf „Well Well Well“ gibt es nur Hits!

Milburn gehen nicht sanft oder auf Radioeinsätze bedacht vor. Sie lassen die Gitarren fliegen („What about next time?“, „Lipstick licking“, „Stockholm syndrome“), sie quengeln und dengeln sich durchs Nachtleben („Last bus“) und sie trauen sich tatsächlich einen „ladiladiladida“-Refrain abzufeuern („Brewster“). Ja, die Jungs bieten Angriffsflächen. Das wissen sie und sie kosten es aus! So wird sich bestimmt der eine oder andere an ihrem breiten Akzent reiben, der die Arroganz eines Liam Gallagher besitzt („Showroom“, „Storm in a teacup“) oder man wird ihnen vorwerfen, bei den Arctic Monkey abzukupfern („Send in the boys“). Na und? Geht nach Hause, Turnbeutelvergesser! Was Milburn auf ihrem Debüt treiben, ist ausnahmslos grandios und mitreißend! Basta.

Anspieltipps:

  • Showroom
  • Lipstick licking
  • Send in the boys
  • Stockholm syndrome
  • What about next time?
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