W.A.S.P. - Dominator - Cover
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W.A.S.P. Dominator


  • Label: Demolition Records
  • Laufzeit: 44 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
5.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Blackie Lawless, die alte Krawalltüte, meldet sich drei Jahre nach seinem zwiespältig aufgenommenen Konzept-Doppeldecker namens „The Neon God“ mit einer neuen W.A.S.P.-Langrille zurück. „Dominator“ heißt das gute Stück, das befreit von grotesken Fantasiefiguren wie „Sister Sadie“ oder „Doctor D“ wirren Weltuntergangsszenarien und musikalischem Pseudo-Bombast durch die Speaker rockt. Vielleicht hat Herr Lawless endlich eingesehen, dass er ein „The Chrimson Idol“ (1992) nicht einfach ein zweites Mal aus dem Ärmel schütteln kann und besinnt sich deshalb mit neun knackigen Songs zwischen hartem Rock und schwerem Metal auf eine wesentlich zugänglichere Gangart, die jedem Hartwurstfanatiker Spaß machen dürfte.

Schon der Opener „Mercy“ wuchtet dem Hörer ein ordentliches Riff-Feuerwerk aufs Tablett, mit dem er sofort in die „Dominator“-Umlaufbahn gezogen wird. In dieser gibt es jede Menge gut abgehenden Hardrock, der seine Hausaufgaben gemacht hat. Befeuert von treibenden Bass- und Schlagzeuggewittern wird ausgiebig in schneidigen Gitarrenriffs gesuhlt („Long, long way to go“), die sich zu eingängigen Hymnen („Take me up“) und furiosen Mini-Epen vereinen („Heaven’s hung in black“). Eine derartig konzentrierte Hitdichte war auf einem W.A.S.P.-Album lange nicht mehr auszumachen. Da kann man mal sehen, zu was so eine konzeptionelle Entschlackungskur gut ist.

Blackie Lawless und seine Mannen (Mike Duda am Bass, Mike Dupke am Schlagzeug und Doug Blair an der Gitarre) liefern mit „Dominator“ ein kleines Genre-Highlight ab, mit dem sich W.A.S.P. trotz ständiger Line-up- und Labelwechsel keine Sorgen machen müssen, ihr 25jähriges Plattenjubiläum zu erleben. Sind ja nur noch zwei Jahre.

Anspieltipps:

  • Teacher
  • Take me up
  • The burning man
  • Deal with the devil
  • Heaven’s hung in black
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