One Man Army And The Undead Quartet - Error In Evolution - Cover
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One Man Army And The Undead Quartet Error In Evolution


  • Label: Nuclear Blast/WEA
  • Laufzeit: 40 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
4.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Würde Lemmy Kilmister ins Death Metal-Fach wechseln, dann würde sich das daraus entstehende, neue Mötorhead-Werk sicherlich vereinzelt so anhören wie „Error in evolution“ der One Man Army And The Undead Quartet. Mit arschgeilen Grooves und einer anständigen Prise Rock im Hintern kommt nämlich auch das zweite Opus der Band rund um Frontheinzelmännchen Johan Lindstrand daher, der 2004 seine ehemalige Truppe The Crown verlassen und die Armee der Untoten ins Leben gerufen hatte. Und da ja schließlich schon „21st century killing machine“ (01/2006) dem Namen nach versprach ideal für diverse Kindergeburtstage zu sein und dahingehend für keinen schlechten Einstand sorgte, war die Erwartungshaltung an den Nachfolger dementsprechend groß.

Auf dem zweiten Longplayer sind zwar wieder die ähnlichen Zutaten im Kochtopf versammelt und trotzdem funktioniert die Death/Thrash-Metal Kombination mit den Rock-Einschlüssen sofort ab der ersten Sekunde an und lässt das Haupthaar anständig kreisen. Doch nicht nur „Mine for the taking“, das auf kommerzielle Eingängigkeit getrimmt wurde, gibt eines auf die Glocke, sondern auch die nachfolgenden Death-Thrasher haben ordentlich Dampf. Auffällig ist vor allem die Produktion, die nicht von ungefähr an den neuen Impious-Output „Holy murder masquerade“ (01/2007) erinnert, hatte schließlich Valle Adzic, seines Zeichens Kopf der schwedischen Death Metal-Institution, seine Finger bei der Produktion im Spiel.

Außerdem ist die eine oder andere Ähnlichkeit von Lindstrands hingerotzten Vocals zu denen seines langjährigen Kumpels nicht von der Hand zu weisen. Trotzdem macht sich ab der Hälfte der Platte eine gewisse Uneinstimmigkeit breit, die in zu ausgedehnte Passagen in „See them burn“ führt, das dadurch zu einer langatmigen Angelegenheit verkommt statt die Fresse zu polieren und das Alice Cooper-Cover passt durch seine melodisch-popigen Avancen überhaupt nicht hinein. „Heaven knows no pain“ schaut ein wenig bei den Landsmännern von Scar Symmetry vorbei und verwendet ungeniert Synthie-Sounds, während „Hail the king“ in kompromissloser Manier den aggressiveren Weg einschlägt und „Error in evolution“ mit einem Knall ausklingen lässt. Trotzdem reicht die Wertung nach Abzug der negativen Aspekte nicht aus um Lindstrands zweiten Output mit dem Undead Quartet weit über dem Durchschnitt anzusiedeln. Da muss sich die One Man Army schon wesentlich mehr anstrengen.

Anspieltipps:

  • Hail The King
  • Such A Sick Boy
  • Mine For The Taking
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