Guano Apes - The Lost (T)apes - Cover
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Guano Apes The Lost (T)apes


  • Label: Gun/SonyBMG
  • Laufzeit: 39 Minuten
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3/10 Unsere Wertung Legende
5.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Ein überflüssiges „Wir wollen noch mal Kasse machen“-Output!

Äh, hallo, was soll das denn??? Gab es nicht schon vor zwei Jahren ein Album namens „Planet Of The Apes“ (11/2004), erhältlich als Single Disc („Best Tapes“ präsentierte sämtliche Hits) und Doppel-CD (die Hits, ergänzt um sogenannte „Rare Apes“, also Raritäten-Schnickschnack)? Warum kommt deshalb jetzt erneut ein Album mit „Lost (T)apes“ (ein Dutzend frühe Demos der Göttinger) bzw. Doppelalbum ergänzt um die „Best Tapes“ (na klar, auch hier finden wir alle 18 Hits der Apes) auf den Markt? Lässt sich Ausverkauf eigentlich noch billiger gestalten als hier?

Weder als Ergänzung einer „Best Of“-CD, noch als Einzel-Release ist dieses Machwerk zu empfehlen. Belassen wir es deshalb bei der Besprechung der „Lost (t)apes“, die sich mit den ersten Gehversuchen der Guano Apes, Mitte der 90er Jahre befassen. Erste Gehversuche, das bedeutet 12 Jahre alte Mitschnitte auf DAT- und Kassettenrekordern, aufgenommen vom späteren Produzenten Fabio Trentini im Jugendzentrum „Nest“. Im Klartext: Unfertiges, unbearbeitetes Material im scheppernden Übungskellersound, aus dem später zwar der eine oder andere Hit („Open your eyes“, „Rain“) und Albumsong („Diokhan“) entstanden ist, aber das in dieser Form eigentlich niemand braucht.

Wie man hört, reagieren selbst eingefleischte Guano-Apes-Fans mit Zurückhaltung auf diesen überflüssigen „Wir wollen noch mal Kasse machen“-Output, mit dem sich auch gefloppte Nachfolgprojekte wie Tamoto nicht kompensieren lassen. Kein Wunder, denn die „Lost (T)apes“ hätten lieber nicht entstaubt und veröffentlicht werden sollen. Für Späße dieser Art ist die Bedeutung der Guano Apes, die sich nach nur drei Studioalben auflösten, nämlich schlicht und einfach zu gering, als dass irgendwer, außer den allerletzten Hardcore-Fans, die sehnlichst auf ein Apes-Comeback oder ein Soloalbum von Sängerin Sandra Nasic warten, so einen Kram wirklich haben müsste.

Anspieltipps:

  • Rain
  • Come and feel
  • Open your eyes
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