Zoo Army - 507 (Special Edition) - Cover
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Zoo Army 507 (Special Edition)


  • Label: SPV Records
  • Laufzeit: 65 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
4.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Gerade noch auf RTL neben Benno Führmann, Götz George, Heiner Lauterbach und Jan Josef Liefers im zweiteiligen Event-Movie „Die Sturmflut” zu sehen, ist der 23jährige Musiker und Schauspieler Gil Doron Reichstadt alias Gil Ofarim jetzt wieder als Musiker unterwegs.

Entdeckt wurde Gil von BRAVO-Magazin, wo er in der berühmt berüchtigten Foto-Love-Story einen jungen Musiker darstellte. Daraus entwickelte sich tatsächlich eine Karriere als singender Teenie-Star, in der er mit Songs wie „Round ’n round (it goes)“, „Never giving up now“ und „If you only knew“ sogar die Charts entern konnte. Darüber hinaus machte er sich als Schauspieler in TV-Filmen („Endlich Sex!“) und Soaps („Gute Zeiten schlechte Zeiten“) einen Namen.

Nach den Soloalben „Here I Am“ aus dem Jahr 1998, „The Album“ (2000) und „On My Own“ (2003), gründete Gil (Gesang, Gitarre) im Mai 2005 zusammen mit seinem Bruder Tal (Bass), Dominik Scholz (Drums) und Roland Söns (Gitarre) die Gruppe Zoo Army. Mit dieser Band verfolgt der gebürtige Münchner deutlich rockigere Wege, als am Anfang seiner Karriere, wo er (fremdgesteuert?) als niedlicher Cover-Boy vermarktet wurde. Trotzdem ist es bemerkenswert, dass Zoo Army auf ihrem Debüt „507“ erstaunlich harte Songs wie „Change“, „Take me away“ und „Broken“ im Programm haben, die an Bands wie Nickelback und Puddle Of Mudd erinnern!

Gil Ofarim beweist dabei nicht nur, dass er ein Gespür für starke Melodien und griffige Texte hat (im Prinzip stammen alle Kompositionen auf „507“ aus seiner Feder), sondern auch seine Fähigkeiten als Rocksänger. Mit eindringlicher Stimme drückt er den Nu-Rock-artigen Songs seinen Stempel auf, weiß aber auch bei den genau zur rechten Zeit eingestreuten Balladen zu überzeugen. Denn hört man Songs wie „Feel“, „Never“ oder „Fading“, wird einem schlagartig klar, weshalb Gil bereits als Support für Bon Jovi auftreten durfte: Auch er versteht es, radiotauglichen Mainstreamrock vom Feinsten abzuliefern, nach dem sich die Zielgruppe die Finger lecken dürfte.

„507“ ist in der Tat eine Überraschung. Zoo Army präsentieren mainstreamigen Hardrock mit tollen Riffs, guten Melodien und einer fetten Portion Härte, die man Gil Ofarim nicht unbedingt zutrauen konnte. Da lassen sich auch ein, zwei schwächere Songs locker verschmerzen. Respekt!

Anspieltipps:

  • Feel
  • Broken
  • Change
  • I’m alive
  • Take me away
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