Talisman - 7 - Cover
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Talisman 7


  • Label: Frontiers Records
  • Laufzeit: 45 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.1/10 Leserwertung Stimme ab!

In der ersten Hälfte der Platte schmeißt der Vierer dem Hörer einen Knaller nach dem anderen um die Ohren.

Talisman wurde als Nebenprojekt geboren und setzt sich aus Mitgliedern mehrerer Bands zusammen. Da wäre zum einem Sänger Jeff Scott Soto, der zur Zeit Steve Augeri bei den AOR-Großverdienern Journey (über 75 Millionen verkaufte Alben) vertritt und vorher bei Soul Sirkus tätig war, Gitarrist Frederik Akesson ist letztes Jahr bei Arch Enemy eingestiegen, Schlagzeuger Jamie Borger brauchte nach dem Zerfall von Treat ein neues Betätigungsfeld und Bassist, Gitarrist und Keyboarder Marcel Jacob inszenierte die Gründung Anfang der 90er, nachdem er mit John Leven den Posten tauschte und so von Rising Force (gemeinsam mit Yngwie J. Malmsteen) zu Europe wechselte.

Auf dem bereits 7. Werk, das sich schlicht „7“ nennt, machen Talisman genau das, wofür sie geliebt und gehört werden: Melodischen Hardrock, der in jeder Sekunde ins Ohr geht und mit möglichst viel Herzblut und Abwechslung dargeboten wird. Das das Ergebnis letztendlich besser klingt als viele andere Bands in diesem Sektor liegt anscheinend nicht nur an den Songschreiber-Fähigkeiten, sondern auch an der Stimme Jeff Scott Sotos, der bewusst ein wenig in den Vordergrund gemischt wurde.

In der ersten Hälfte der Platte schmeißt der Vierer dem Hörer wirklich einen Knaller nach dem anderen um die Ohren, doch mit der Hommage „Forevermore“, die an Freddie Mercury und seinen 15. Todestag gerichtet ist, sinkt das Niveau der Songs. Doch nicht nur dieses Stück wird zu einer schwachbrüstigen Ballade, auch „Back 2 the feeling“ erweist sich als Fehlgriff und „Troubled water“ krankt an chronischer Wiederholung. Die restlichen Tracks schaffen gerade einmal den Durchschnitt oder pendeln sich ein Stückchen höher ein, aber wirklich vom Hocker reißen kann weder „Succumb to my desire“ noch „Shed a tear goodbye“. Schade, dass nach dem grandiosen Auftakt der ersten sechs Stücke nichts mehr Essentielles hinzukommt.

Anspieltipps:

  • On My Way
  • Nowhere Fast
  • End Of The Line
  • Rhyme Or Reason
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