Seeed - Live - Cover
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Seeed Live


  • Label: Downbeat/WEA
  • Laufzeit: 69 Minuten
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5.5/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Gerade einmal drei Alben („New dubby conquerors“ (2001), „Music monks“ (2003), „Next!“ (2005)) hat der multikulturelle Elfer Seeed benötigt um zur Elite des Dancehall Reggae aufzuschließen. Mit Konzerten, die mit dem größtmöglichstem Maß an Einsatz und Darbietungsgabe gehalten wurden und Festivalauftritten, die selbst schlecht gelaunte Besucher aufgrund der genialen Show zu tobenden Partytieren machten, hinterließen die „Dancehall Caballeros“ auf nationenübergreifender Ebene einen schwungvollen und süchtigmachenden Eindruck ihrer bunten Truppe.

Das früher oder später die Live-Bedienung für den Fan und Gelegenheits-Rastamänner und –Frauen erscheint, war daher so klar, wie der pumpende Bass in den Stücken des Elfers unumgänglich ist. Neben einer DVD gibt es auch die komplementäre CD-Veröffentlichung, die sich nur minimal von seinem großen Bruder unterscheidet, denn der Silberling mit Bild kann aufgrund seiner Speicherkapazität natürlich viel mehr Material bieten und ist dadurch auf jeden Fall die sinnvollere Anschaffung.

Wer jedoch unterwegs einen Eindruck von den Live-Qualitäten von Seeed bekommen möchte, der wird hiermit sicherlich ein wenig enttäuscht, da die bunt zusammengewürfelte Setlist aus vier deutschen Städten (Karlsruhe, Berlin, Dresden, Oberhausen) den durchgehenden Gesamteindruck trübt und die eine oder andere Darbietung auch schon wesentlich besser vernommen wurde, sodass davon nicht die Rede sein kann, dass „Live“ die besten Fassungen unter einen Hut gebracht hat, denn allein „Dancehall caballeros“ wurde hin und wieder in zügigerem Tempo vorgestellt, sodass dieser und die übrigen Tracks meist durch ihren genialen Rhythmus die Pluspunkte zehren.

Wenigstens ist die Menge ständig am Kreischen, Grölen und Mitsingen, vor allem natürlich bei den bekannteren Tracks wie „Aufstehn“, „Shake baby shake“, „Music monks“, „Ding“, „Dancehall caballeros“ oder „Dickes B“, wodurch die Atmosphäre gut transportiert wurde. Ansonsten macht die CD-Fassung von „Live“ gerade einmal als durchschnittliches Best-Of Sinn.

Anspieltipps:

  • Ding
  • Dickes B
  • Music Monks
  • Shake Baby Shake
  • Dancehall Caballeros
  • Goosebumps / Fire In The Morning
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