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OOMPH! Delikatessen


  • Label: Gun/SonyBMG
  • Laufzeit: 78 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
5.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Die kommerziell erfolgreichste Ära bei Gun Records wird selbstredend mit sämtlichen Singles gewürdigt, so dass wenigstens die maximal mögliche Spielzeit des Silberlings ausgenutzt wird.

Im August erschien die Platte „The Best Of Virgin Years: Singles & Rarities 1998 - 2001” als Einzel- und Doppel-CD. Ein Vierteljahr später wird den Fans von OOMPH! ein ähnlicher Spaß vorgesetzt: „Delikatessen 1990 - 2006“ vereint, ebenfalls als Single-CD und Doppeldecker erhältlich, Hits und Raritäten der Gun/SonyBMG-Periode. Tja, irgendwie doof, wenn man mal die Plattenfirma gewechselt hat und beide Labels nun innerhalb weniger Monate solche Ärgernisse auf den Markt schmeißen, die jeweils ungewöhnlich kurze Zeitabschnitte abdecken und kaum jemanden etwas Neues zu bieten haben.

Neuheiten beschränken sich auf die Frankie-Goes-To-Hollywood-Coverversion „The power of love“ und das Update „Gekreuzigt 2006”, die als Doppel-A-Seiten-Single ausgekoppelt wurden. Ansonsten bietet die einfache 1-CD-Version alle stampfenden Dark-Rock-Hits der 1989 gegründeten Band aus Wolfsburg. So wird die Independent-Frühphase mit „Ich bin Du“ (1991) und „Der neue Gott“ (1993), dem Aufsehen erregenden „Sex“ vom Zweitwerk „Spem“ (1994), dem Singalong „Ice coffin“ vom „Defekt“-Album (1995) und dem Titelstück des „Wunschkind“-Werks (1996) abgedeckt. Die mittlere Ära kommt mit einer Neuaufnahme des „Unrein“-Hits „Gekreuzigt“ (1998), den „Plastik“-Singles „Das weiße Licht“ und „Fieber“ (1999) sowie der „Ego“-Hymne „Supernova“ (2001) zum Zuge.

Die kommerziell erfolgreichste Ära bei Gun Records wird selbstredend mit sämtlichen Singles gewürdigt („Augen auf!“, „Brennende Liebe“, „Sex hat keine Macht“, „Gott ist ein Popstar“, „Das letzte Streichholz“ sowie „Die Schlinge“), so dass wenigstens die maximal mögliche Spielzeit des Silberlings ausgenutzt wird.

Mitte der Neunziger trieben OOMPH! als innovativer Szene-Motor die Vermischung von Elektronik, harten Gitarren und anstößigen Texten maßgeblich voran und wurden nicht zuletzt von Rammstein als Inspirationsquelle genannt. Die Verwandtschaft beider Bands ist demnach unüberhörbar. Inzwischen spielen die Berliner aber in einer höheren Liga als Dero (Gesang, Drums), Crap (Gitarre, Keyboards) und Flux (Gitarre, Sampling), die uns mit „Delikatessen“ schon zum dritten Mal in ihrer Karierre mit einer „Best Of“-Platte belästigen.

Anspieltipps:

  • Supernova
  • Die Schlinge
  • Das weiße Licht
  • Brennende Liebe
  • Das letzte Streichholz
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