Apoptygma Berzerk - Sonic Diary - Cover
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Apoptygma Berzerk Sonic Diary


  • Label: Gun/SonyBMG
  • Laufzeit: 66 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
5.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Mit ihrem letzten Album „You And Me Against The World” (09/2005) wechselten Apoptygma Berzerk, die norwegischen Industrial/Elektro-Popper mit dem merkwürdigen Namen, zum Major Gun/SonyBMG und mussten sich sogleich Vorwürfe in Form von Ausverkauf und Qualitätsverlust anhören. Wer zu denjenigen gehörte, die sich damals über den vermeintlich neuen Stil der Band aufregte, wird nun der endgültige K.O. versetzt.

Der neue Output „Sonic Diary“ versammelt 13 tanzbare Coverversionen großer Hits und längst vergessener Perlen der Rock- und Popgeschichte: „A strange day“ von The Cure, „Fade to black“ und „Nothing else matters“ (als Hidden Track) von Metallica, „Coma white“ von Marilyn Manson, „Who’s gonna ride your wild horses“ von U2, „Cambodia“ von Kim Wilde, „Shine on“ von The House Of Love, „Bend and break“ von Keane, „Electricity“ von OMD, „Ohm sweet Ohm“ von Kraftwerk, „The damned don’t cry“ von Visage, „Bizarre love triangle“ von New Order und natürlich „All tomorrow’s parties“ von Velvet Underground.

Dazu Mastermind Stephan Groth: „Mir ist es wichtig, klassische Songs Apoptygma-Berzerk-Fans näher zu bringen, um ihnen zu zeigen, wo ich herkomme. Ich habe `All tomorrow’s parties´ auf meinem ersten Album gecovert und habe so viele Briefe erhalten, was für ein cooler Song das sei, wer denn dieser Reed-Typ wäre. Nun, das sind Velvet Underground, meinte ich, ihr müsst eure Geschichte kennen! Das ist die wichtigste Band überhaupt!“ Man merkt, Rock- und Pop-Klassiker haben bei Apoptygma Berzerk schon immer eine große Rolle gespielt und wurden oft und gerne auf ihren Alben verbraten. Da macht es natürlich Sinn, wenn die Norweger in ihrem 15. Karrierejahr eine Zusammenfassung ihrer Lieblingssongs auf einem Album bündeln.

Die Auswahl der fremden Songs ist geschmackvoll. Die Umsetzung bietet ebenfalls kaum Anlass für Kritik. Elektro-Pop-Freunde kommen mit „Sonic Diary“ voll auf ihre Kosten. So lautet das zusammenfassende Urteil eines typischen Produkts für das Weihnachtsgeschäft.

Anspieltipps:

  • Shine on
  • Fade to black
  • Bend and break
  • The damned don’t cry
  • Who’s gonna ride your wild horses
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