Depeche Mode - The Best Of Vol. 1 - Cover
Große Ansicht

Depeche Mode The Best Of Vol. 1


  • Label: Mute/EMI
  • Laufzeit: 75 Minuten
Artikel teilen:
5/10 Unsere Wertung Legende
5.2/10 Leserwertung Stimme ab!

„The Best Of Vol. 1“ ist mau und sei, wenn überhaupt, nur absolut Unerfahrenen in Sachen Depeche-Mode-Historie empfohlen.

Über Depeche Mode muss man normalerweise nicht viele Worte verlieren, denn über 70 Millionen verkaufter Alben, mehr als 40 Charts-Dauerbrenner und eine nicht enden wollende Mammut-Tour zum letztjährigen Werk „Playing The Angel“, die wieder einmal Millionen in die Stadien/Hallen lockte. Da läuft die Maschinerie der Wiederaufbereitung auf Hochtouren, wie die digital remasterten Doppel-CDs von „Songs Of Faith & Devotion“, „Some Great Reward“ und anderen zeigen. Für den Nicht-Die-Hard-Fan sind dann allerdings die rundum gelungenen Werkschauen „The Singles 81>85“ und „The Singles 86>98“ aus dem Jahr 1998 deutlich relevanter. Passend zum langsam aufkommenden Weihnachtsgeschenkerausch gibt es nun wieder eine Best Of, die bis auf den neuen Track „Martyr“, „“Dream On“ vom Vorgänger-Album „Exciter“ und „Suffer Well“ sowie „Precious“ vom aktuellen Studio-Longplayer im Vergleich zu den beiden vorangegangenen Compilations keine Variationen zu bieten hat.

Für den absoluten Depeche Mode-Neuling hüpfen „See You“, „Just Can´t Get Enough“ und „New Life“ im luftigleichten Synthie Pop-Gewand herum, schaufeln „It´s No Good“ und „I Feel You“ jede Menge pechschwarze Melancholie frei und glänzt „Precious“ im gehobenen, aber spannungslosen Pop-Sektor. Einiges, was das Herz mit hohem Wiedererkennungswert erfreut und vieles, was es vermisst. Unzählige Listen werden Depeche Mode-Fans mit Wunschsongs, wie bei jeder Setlist für ein Mega-Event aka Depeche Mode-Konzert, füllen können und diese Scheibe an den unbedarften Entdecker weiter reichen, wenn sie die Sammelsucht noch nicht allzu sehr im Griff hat.

Mehr als „Business as usual“ ist das nun wirklich nicht, was uns Depeche Mode bzw. Mute mit einer weiteren Best Of-CD ins Regal stellen. Hit für Hit wird ein viertel Jahrhundert Musikerlaufbahn runtergespult, ohne den ein oder anderen unbekannteren, dafür aber intensiveren Track mit an Bord zu holen. Dafür gibt es mit „Martyr“ den standesgemäßen, neuen Song, welcher selbstredend in verschiedenen Single-Ausführungen separat erhältlich ist und wenigstens zeigt, wie fruchtbar die Sessions zu „Playing The Angel“ waren. Aus dieser Aufnahmephase stammt er nämlich und punktet mal eben mit pulsierenden Sequenzern, die Hand in Hand mit anregend modifizierten Gitarrensounds ein gelungenes Werk professioneller Pop-Musik vollführen. Schlussendlich bleibt „The Best Of Vol. 1“ allerdings mau und sei, wenn überhaupt, nur absolut Unerfahrenen in Sachen Depeche-Mode-Historie empfohlen.

Anspieltipps:

  • Martyr
  • Enjoy The Silence
  • Walking In My Shoes
  • Never Let Me Down Again
Neue Kritiken im Genre „Pop“
Diskutiere über „Depeche Mode“
comments powered by Disqus