Ektomorf - Outcast - Cover
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Ektomorf Outcast


  • Label: Nuclear Blast/WEA
  • Laufzeit: 39 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
6/10 Leserwertung Stimme ab!

Ein weiteres Mal von Tue Madsen produziert, werfen die Vier auf ihrem siebten Longplayer mit groovigen Riffwällen, mächtigen Solis und massiv gebauten Songs nur so um sich.

Na so was, bei Ektomorf ist wohl die geschäftige Muse des Thrash eingezogen, denn mit welcher Konsequenz die Ungarn einen Hammer nach dem nächsten veröffentlichen kann ohne fremde Hilfe einfach nicht mehr zu bewerkstelligen sein, wird zusätzlich in Betracht gezogen, dass das ganze Material schließlich noch auf den diversesten Touren und Festivals in geballte Live-Energie umgesetzt werden muss. Ist „Destroy“ (03/2004) noch ganz brav 2 Jahre nach dem vierten Werk „I scream up to the sky“ (06/2002) erschienen, so prügelten Zoltán Farkas (Gesang, Gitarre), Tamás Schrottner (Gitarre), Csaba Farkas (Bass) und József Szakács (Schlagzeug) den Nachfolger „Instinct“ (03/2005) in gerade einmal einem Jahr heraus und der Release von „Outcast“ ließ auch nicht unbedingt lange auf sich warten.

Ein weiteres Mal von Tue Madsen (Die Happy, The Haunted, Mnemic) produziert, werfen die Vier auf ihrem siebten Longplayer mit groovigen Riffwällen, mächtigen Solis und massiv gebauten Songs nur so um sich. Erfreulich ist vor allem die Weiterentwicklung von Sänger Zoltán, der auf den Vorgängerwerken mit einem mehr schlechten als rechten Englisch die Texte (oder meistens nur Satzfetzen), wenn auch mit purer Aggressivität, dargeboten hat. Auf „Outcast“ kann außerdem von einer songtechnischen Verbesserung gesprochen werden, die mit den bereits öfter angewandten romanischen Einflüssen der Band verfeinert wurde, wodurch das Gros der Stücke nach ein paar Hördurchgängen den Reiz und ihre Dynamik behält.

Mit „Who can I trust“ haben die Ungarn sogar eine amtliche Ballade am Start, die zwar anfangs durch das heisere und keineswegs gezügelte Organ von Farkas zu Stirnrunzeln führt, aber letztendlich einen doch sehr positiven Eindruck hinterlässt. Das Cover „Fuel my fire“, das im Original von The Prodigy ist und von „The fat of the land” (06/1997) stammt, ist hingegen ein nicht so eindeutiger Fall, haben Ektomorf dem Song zwar ihren eigenen Stempel aufgedrückt, aber ihm auch die Elektro-Einsprengsel entzogen, die das Ganze interessant und spannend machte. Dafür preschen die Vier in „I confront my enemy“, „Hell is here“, dem Titeltrack oder „I choke” dermaßen heftig und ungezügelt aus den Boxen, dass die negativen Punkte so gut wie gar nicht ins Gewicht fallen und „Outcast“ uneingeschränkt zu empfehlen ist.

Anspieltipps:

  • I Choke
  • I´m Against
  • Hell Is Here
  • I Confront My Enemy
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