The Jai Alai Savant - Scarlett Johansson Why Don´t You Love Me - Cover
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The Jai Alai Savant Scarlett Johansson Why Don´t You Love Me


  • Label: City Slang/ROUGH TRADE
  • Laufzeit: 15 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
5.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Wenn auch nur 15 Minuten lang, diese Platte ist aus zweierlei Hinsicht interessant. Zuerst einmal haben es sich Ralph Darden (Gesang), Jeremy Gewertz (Schlagzeug) und Dan Nash Snyder (Bass) nicht nehmen lassen eine der angesagtesten Hollywood-Schauspielerinnen der heutigen Zeit ganz subtil und beiläufig als Namensträger mit ihrer ersten EP zu verknüpfen. „Scarlett Johansson why don´t you love me“ ist allerdings nicht nur ein enorm hinterlistiger Plan, die Zugriffszahlen von diversen Suchmaschinen für die eigenen Zwecke zu optimieren, sondern ebenso ein aufgeweckter Mix aus Dub, Pop und Rock, der ab der besonders einprägsamen und wiederkehrenden Zeile „Your desperation superseeded all the love you thought you needed from me“ Vergleiche mit Sting und The Police erwachen lässt.

Aber was in aller Welt heißt eigentlich The Jai Alai Savant (sprich: Hailai Savant)? Was wie eine Kraut- oder Progressive Rockband der 70er klingt, ist in Wirklichkeit ein ausgezeichneter Spieler in einer der schnellsten und härtesten Ballsportarten der Welt. Aus dem Baskenland stammend, schwappte Jai Alai, das in etwa mit Squash vergleichbar ist, in die Vereinigten Staaten über und begeisterte drei Jungs dermaßen, das sie sich einfach danach benannten. Durch einen glücklichen Zufall gelangte ein Demotape in die Hände des Indie-Labels City Slang, den Rest kann man sich denken.

Die EP „Scarlett Johansson why don´t you love me” ist allerdings nicht nur Vorgeschmack für den Ende Februar 2007 folgenden Longplayer „Flight of the bass delegate“, sondern soll Musikkundige auf die bevorstehende Fusion aus Reggae-Rhythmen („Diary of the mass trappist“), pöbelndem Rock („Thunderstatement“) und relaxtem Indie-Flair („Scarlett Johansson why don´t you love me“) vorbereiten, die im nächsten Jahr folgen soll. Die zwei Dubs „Akebono“ und „Mass trappist“ sind in diesem Kontext nur Draufgaben, denn die Klangqualität lässt bei beiden Stücken zu wünschen übrig, auch wenn Track 4 wesentlich mehr scheppert als der Schlusssong, bei dem der Tieftöner zu stark in den Vordergrund gemischt wurde und eher negativ auffällt. Trotzdem bleibt die 15 Minuten lange EP ein guter Einstieg in den Klangkosmos von The Jai Alai Savant, denn wenn das Trio die Qualität der ersten drei Stücke auf Albumlänge hält, könnte das das erste Highlight 2007 werden.

Anspieltipps:

  • Diary Of The Mass Trappist
  • Scarlett Johansson Why Don´t You Love Me
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