I - Between Two Worlds - Cover
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I Between Two Worlds


  • Label: Nuclear Blast/WEA
  • Laufzeit: 43 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
5.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Nüchtern betrachtet deutet bei „Between two worlds“ alles auf ein Newcomer-Debüt einer Band mit dem schlichten Namen I hin. Das dahinter Abbath, der mit bürgerlichem Namen Olve Eikemo heißt, steckt, erschließt sich erst beim näheren Hinsehen (ins Booklet) bzw. –hören (die CD), denn bevor es nach dem Split mit Immortal (seiner Stammband) wieder weitergeht, hat der Gitarrist und Sänger die norwegischen Landesmänner Arve Isdal alias Ice Dale (Gitarre, sonst bei Enslaved tätig), Tom Cato Visnes alias TC King (Bass, ehemals Gorgoroth jetzt unter anderem bei Sahg) und seinen ersten und seit 1992 ausgestiegenen Schlagzeuger bei Immortal Armagedda verpflichtet ihn bei seinem Vorhaben zu unterstützen.

Dennoch stellt „Between two worlds“ nicht einfach einen Zwischenstop dar, sondern ist im Großen und Ganzen eine Verbeugung vor Quorthon, dem 2004 an einem Herzversagen verstorbenen Sänger, Gitarristen und Songwriter der Wegbereiter des Viking und Black Metal, Bathory. Diese von 1983-2004 tätige Band (der Tod des Frontmannes führte zur Auflösung) beeinflusste Heerscharen an anderen Metal Bands in diesem Sektor und obwohl dieses Jahr schon „In memory of Quorthon“ erschienen ist, hat es sich Abbath nicht nehmen lassen, sich in musikalischer Form von seinem Künstlerkollegen zu verabschieden.

Demonaz (Gitarrist bei Immortal bis 1997) war für die Texte auf I´s Erstling zuständig und versuchte sogar den Schreibstil des verstorbenen Musikers zu imitieren. Obwohl im Opener „The storm I ride“ mehr Lemmy Kilmister durchblickt (Abbath ist bekennender Motörhead-Fan) als Bathory, so gibt es mit „Warriors“ bereits die volle Breitseite im Stil der Genrevorreiter und auch der Titeltrack erinnert mit den schleppenden Gitarren an die Schweden. „Battalions“ macht zwar mehr Druck, bleibt dem Grundschema allerdings gleich. Die restlichen Tracks verharren wieder im Midtempo-Bereich und mit „Mountains“ und dem epischen, da längsten Stück „Far beyond the quiet“ gibt es noch zwei fein ausgearbeitete Black Metal-Knaller. Ist die Immortal-Rückkehr auf dem selben Niveau wie „Between two worlds“, dann ist sie auf jeden Fall herzlich willkommen.

Anspieltipps:

  • Mountains
  • Between Two Worlds
  • Far Beyond The Quiet
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