As We Fight - Midnight Tornado - Cover
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As We Fight Midnight Tornado


  • Label: Dockyard 1/Soulfood
  • Laufzeit: 42 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Rau, schwedischer Death Metal und ganz schön thrashy sind die ersten Assoziationen, die einem beim Einlegen von „Midnight tornado“ in die Birne schießen. Warum As We Fight am Schluss dennoch in die Sparte Metalcore eingestuft werden können, liegt am restlichen Material, das die Gehirnmasse trotzdem nach und nach zu Mus werden lässt. Nach „Escaping the poisoned hands of despair“ knüppeln Jason Campbell (Gesang), Laurits Medom (Gesang), Martin Goltermann (Gitarre), Martin Olsen (Gitarre), Soren Hvidt (Bass) und Casper Sennenwald (Schlagzeug) nämlich in brutaler Manier ein Stück nach dem anderen herunter und klingen dabei wie die Schweizer Uhrwerke von Cataract oder die neue Unearth, allerdings bei weitem nicht so ausgereift.

Denn „Midnight tornado“ mag seinem Namen alle Ehre machen, aber durch die fehlenden Verschnaufpausen wird das zweite Werk der Dänen recht schnell zu einer anstrengenden Angelegenheit. Zum Glück lassen die Sechs die Instrumentenfraktion immer wieder kürzere Pausen einschieben, indem diese mit Karacho gegen unsichtbare Wände knallen, nur um danach mit doppeltem Einsatz weiter zu brettern. Inmitten von diesem ungezügelten Gitarre-Bass-Schlagzeug-Triumvirat keifen und kreischen sich die beiden Shouter Campbell und Medom vorzüglich gegenseitig an, wobei einer allein sicher gereicht hätte.

Zu gute halten muss man den Jungs den konstanten Ideenfluss, der sich durch den gesamten Hassbatzen schlängelt, da selbst bei den Stücken im hinteren Teil der Platte wahnwitzige und interessante Spielereien eingebaut werden. In „Slay the firstborn“ ist das z.B.: die bitterböse Kollision aller Instrumente in einem soliden Gebilde aus Riffs und Drumming, vermischt mit dem markigen Shouts der Sänger, bei „The orchestra of death“ bauen die Sechs plötzlich aber stimmungsvoll und passend einen melodischen, leicht emolastigen Teil ein und „The path of death“ besteht ohnehin aus kraftvoll inszenierten Riffattacken, die sich immer wieder ein Duell mit der Doublebassdrum liefern. As We Fight sind sicherlich eine der besseren Metalcore-Bands, ein kleines Quäntchen weniger Härte und Brutalität würde dem Gesamteindruck aber sicher nicht schaden.

Anspieltipps:

  • Annihilation
  • Breathe The Disease
  • The Path Of The Dead
  • Standing At The Gates Of Failure
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