All Saints - Studio 1 - Cover
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All Saints Studio 1


  • Label: Capitol/EMI
  • Laufzeit: 45 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Zusammen mit ihren Stammproduzenten Karl Gordon und Greg Kurstin (Flaming Lips, Lily Allen) sowie Rick Nowels (Madonna, Dido) haben die vier Mädels von All Saints ein neues Werk geschaffen. Vor der Trennung im Jahre 2001 waren Nicole Appleton, Natalie Appleton, Melanie Blatt und Shaznay Lewis mit ihren Alben extrem erfolgreich. 1998 entstand das Debütalbum „All Saints“, es folgte 2000 „Saints and Sinners“, die sich zusammen zehn Millionen Mal verkauften. Viel Wert wird übrigens auf die Tatsache gelegt, dass die vier nicht gecastet wurden, sondern sich selbst 1996 zur Bandgründung entschlossen haben. Die damalige Girl Band besteht heute aus Müttern, die die 30 überschritten und sich nach den Jahren des Streites wieder vereint haben.

Die erste Single „Rock steady“ eröffnet den Longplayer recht flott und gefällt als Uptempo-Dancekracher, der an alte Erfolge wie „Pure shores“ anknüpfen könnte. „Chick fit“ überrascht mit vielen Klangeffekten und dem typischen mehrstimmigen Gesang, kombiniert mit einigen Elektronikbeats, so dass ein wenig HipHop-Feeling aufkommt. „On and on“ verbindet entspannte Beats mit den guten Stimmen des Quartetts und groovt schön aus den Boxen. „Scar“ ist ein gutes Beispiel für den neuen karibisch angehauchten Stil der All Saints, deren Gesang wieder voll überzeugt und die Trompeten verschönern die etwas monotone Melodieführung. „On me and you“ ist wieder das typische alte All-Saints-Muster: Es regieren entspannte Klänge zu ihren immer noch zarten Stimmen, die im Chor besonders hörenswert und sehr eingängig sind.

„Flash back“ überzeugt durch hohe Dancefloorqualität, die sogar durch Gitarreneffekte unterstützt wird. „Fundamental“ setzt den Schlusspunkt: Nach sehr ruhigem Beginn beweisen die Vier erneut ihre stimmlichen Qualitäten, wobei die Geigen und die zunehmende Instrumentierung den Song sehr dramatisch enden lassen. Die Experimente mit Reggae, Calypso und dem typischen R'n'B-Sound der Vier machen aus der CD eine echte Erfrischung. Reine Popmusik klingt irgendwie anders, der Stilmix ist sehr aktuell und geht auf jeden Fall ins Ohr. Es ist zwar nicht jeder Track ein Meisterwerk, doch die musikalische Abwechselung und eben die gut zusammenpassenden Stimmen werden dafür sorgen, dass die All Saints an erfolgreiche Zeiten anknüpfen.

Nach mehreren Hördurchgängen gelingt es, dass die positive und relaxte Stimmung durch die Songs transportiert wird. Etwas kritisch kann man vielleicht die manchmal zu vielen Soundeffekte betrachten, die einige Songs klangtechnisch etwas überfrachten. Doch das Comeback der vier Frauen ist eine positive musikalische Überraschung, die auch die Kritiker überzeugen wird.

Anspieltipps:

  • Rock Steady
  • On me and you
  • Too Nasty
  • Flash Back
  • Fundamental
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