Keith Urban - Love, Pain And The Whole Crazy Thing - Cover
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Keith Urban Love, Pain And The Whole Crazy Thing


  • Label: Capitol/EMI
  • Laufzeit: 56 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Dass Countrymusik Käufer in Europa finden würde, schien früher undenkbar. Heute ist bekannt, dass sich auch dieser Musikstil in europäischen Gefilden vermarkten lässt. Keith Urban, gebürtiger Neuseeländer, hat nach großen Erfolgen in Australien den Sprung nach Nashville in den U.S.A. gewagt, um dort seine Erfolgsstory fortzusetzen. Hierzulande ließ er 2005 mit „Days go by“ erstmals die Musikinteressierten aufhorchen. Diese Mischung aus Pop, Country und Rock muss einem erst einmal einfallen. Urban spielt seit frühester Jugend Gitarre und Ganjo, eine Mixtur aus Gitarre und Banjo, und hat in den Kneipen Brisbanes seine Techniken gelernt.

Zusammen mit dem Produzenten John Shanks (Bon Jovi, Alanis Morissette, Sheryl Crow) und Monty Powell (Tim McGraw) komponierte Keith Urban nun zwölf neue Songs für sein Album „Love, Pain And The Whole Crazy Thing“. Der Opener „Once in a lifetime“ rockt nach ruhigem Beginn gut los und ist sicher ein Kandidat für eine Singleauskoppelung. Mit seinen kurzen Pausen und dann wieder einsetzenden Gitarren ist er zwar recht gewöhnlich konstruiert, aber nach mehrmaligem Hören bleibt er hängen. „Shine“ hat schon einige Country-Elemente mehr und plätschert mit recht wenig Tempo dahin. „I told you so“ mischt ein wenig irische Folklore unter die rockigen Töne und ist ebenfalls sehr radiotauglich. Ein wenig Enttäuschung macht sich breit, da der erste Teil des Longplayers zwar mit eingängigen, aber mit wenigen wirklich überdurchschnittlichen Kompositionen punkten kann.

Der Track „Won't let you down“ ist der erste Lichtblick: Mit einem Piano als Melodieführer, dass von Gitarren abgelöst wird, also durch einen sehr rockigen und erfrischenden Song, reißt Keith Urban den Hörer mit. Danach erklingt bei „Faster car“ ein Beweis der Urbanschen Gitarrenkünste: Getrieben von den Drums und anfangs etwas verfremdeter Stimme könnte der Track als klassischer Roadsong durchgehen, der zwar etwas monoton, aber schon flott gespielt wird. Ein paar Trompeten runden zum Schluss das ganze ab und sorgen für Abwechselung. Balladen wie z.B. „Stupid boy“ machen den etwas schwachen Beginn vergessen und die zum Schluss auftauchenden Gitarrenriffe veredeln dieses Werk spürbar.

Nach dem Hören der CD, die zum Schluss wieder etwas zu ruhig wird, ist man sich sicher, mit Country hat das sehr wenig zu tun, aber gerade die Vermischung der schon erwähnten Musikstile scheint das Talent des Keith Urban zu sein. Damit wandelt er allerdings auf dem schmalen Grad zwischen gutem Rocksong und leichter Belanglosigkeit. Man darf gespannt sein wohin er sich weiterentwickelt.

Anspieltipps:

  • Faster Car
  • Stupid Boy
  • I told you so
  • Won't let you down
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