Kamelot - One Cold Winter´s Night - Cover
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Kamelot One Cold Winter´s Night


  • Label: Steamhammer/SPV
  • Laufzeit: 91 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
5.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Ein klasse Live-Mitschnitt, der ruhig ein wenig länger ausfallen hätte können.

Mit den Alben hat es mit dem durchschlagenden Erfolg ja bislang noch nicht geklappt. Und da heutzutage jede Band mindestens eine Live-DVD oder ähnliches Material abseits der regulären Studiowerke veröffentlicht haben sollte, ließen sich Kamelot die Chance nicht nehmen, vielleicht mit „One cold winter´s night“ durchzustarten, das in drei verschiedenen Fassungen erscheint. Zum einen gibt es das, für jeden Fan natürlich unentbehrliche, Paket mit 2 DVDs und 2 CDs und gesondert davon noch einmal die Doppelausgaben der jeweiligen Formate. Mitgeschnitten wurde ein Konzert, das 2006 in Oslo (Norwegen) stattgefunden hat und aufgrund der nordischen Temperaturen, die außerhalb der Rockefeller Music Hall herrschten, nach dem Track „On the coldest winter night“ (aus dem 2003er Werk „Epica“) benannt wurde und nun mit leicht abgeändertem Titel hierzulande erscheint.

Wer sich jedoch einen Querschnitt durch die gesamte Diskographie von Roy Khan (Gesang), Thomas Youngblood (Gitarre), Glenn Barry (Bass), Casey Grillo (Schlagzeug) und Oliver Palotai (Keyboard) erwartet, der irrt. Das Hauptaugenmerk wurde auf die letzten beiden Platten „Epica“ (2003) und „The black halo“ (2005) gelegt, die ersten drei, „Eternity“ (1995), „Dominion“ (1997) und „Siege perilious“ (1998), wurden ausgespart. Erst „The fourth legacy“ (1999) taucht auf und selbst das nur mit „Nights of Arabia“. Dafür wird vom Nachfolger „Karma“ (2001) „Forever“, die gesamte „Elizabeth“-Komposition mit allen drei Teilen und der Titeltrack selbst dargeboten. Den Rest teilen sich die beiden, thematisch auf Goethes Faust, bezogenen Werke.

Mit der Einleitung „Un assasino molto silenzioso“ legen die Jungs dann auch sogleich los und lassen wie auf der Studioscheibe anschließend den Knaller „The black halo“ folgen, der sogleich die hohen Standards setzt, die in den folgenden 90 Minuten erklingen werden. Khan zeigt sich in bestechlicher, sangestechnischer Form und die übrigen Musiker dürfen sich ebenso entfalten, abgesehen vom Schlagzeug und Keyboard-Solo, die extra angeführt worden sind. Verwunderlich ist nur, dass trotz der vorherrschenden Euphorie des Publikums, das wirklich jeden Song mit wohlwollendem Gekreische begrüßt, keine einzige Zeile mitgesungen wird. Vielleicht galt hier die Devise „Schweigen und genießen“.

Fragwürdig und eigenartig ist das als „Outro“ bezeichnete Abschlussstück. Hier baut der Fünfer eine stimmungsvolle Erwartungshaltung auf, obwohl Platte und Konzert aus sind, anstatt „One cold winter´s night“ dem übrigen Material gerecht werdend mit einem Knall zu beenden. Ansonsten ein klasse Live-Mitschnitt von Kamelot, der ruhig ein wenig länger ausfallen hätte können.

Anspieltipps:

  • Forever
  • The Haunting
  • The Black Halo
  • March Of Mephisto
  • Center Of The Universe
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