Prince - Ultimate - Cover
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Prince Ultimate


  • Label: Rhino/WEA
  • Laufzeit: 157 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
5/10 Leserwertung Stimme ab!

Wer will noch mal, wer hat noch nicht?! Auch die alte Plattenfirma von Prince Rogers Nelson alias Symbol alias TAFKAP beteiligt sich in diesem Winter an der „Greatest Hits/Best Of“-Schwemme und liefert den Fans des kleinen Mannes in Form einer „Ultimate“-Collection 28 Songs auf zwei CDs ins Haus. Ob das dem guten Prince recht ist oder nicht, ist dabei völlig schnuppe. Die Rechte an den alten Songs aus der Zeit zwischen 1979 und 1993 gehören nun mal Warner Music, während Herr Nelson seine neuen Outputs („Musicology“, „3121“) inzwischen ohne Vertragliche Bindung über die Plattenfirma herausbringt, auf die er gerade Lust hat bzw. die ihm das beste Angebot macht.

Die erste CD dieses Doppelalbums dürfte für jeden Fan kalten Kaffee darstellen, zumal „Ultimate“ nicht die erste Karriereauswertung des Prinzen ist. Mit 17 Liedern gibt es einen gut gemeinten Querschnitt aus erfolgreiche Zeiten mit Hits wie „1999“, „Purple rain“, „When doves cry“, „Alphabet St.“, „Money don’t matter 2 night“, „I could never take the place of your man“ und „My name is Prince“. Warum in bestimmten Fällen gerade dieser und nicht jener Titel auf dem Album gelandet ist, können uns nur die Herrschaften von Warner Music verraten. Ändern lässt sich daran nichts mehr. Es ließe sich aber trefflich darüber streiten.

Die zweite CD bietet dem echten Prince-Fan vermutlich auch nichts Neues, versammelt aber ein paar verstreute Schätze auf einem Silberling, was per se eine gute Sache darstellt. Es handelt sich um elf ausladend lange Remix-Versionen, die vornehmlich in den 80er Jahren als Single-B-Seiten verwendet wurden, die hier in kompakter Form zu finden sind – und angeblich auch digital überarbeitet worden. Essentiell sind diese künstlich verlängerten Songs in keiner Weise. Viel eher ist es amüsant, wie z.B. „Kiss“ in der „Extended Version“ sinnlos um ein paar Minuten gestreckt wird. Das braucht eigentlich niemand. Aber mit Remixes verhält es sich eben wie mit „Best Of“-Alben: Die einen freuen sich wie Bolle darüber, für andere ist es wiederum die überflüssigste Sache der Welt.

Anspieltipps:

  • 1999
  • Kiss
  • Get off
  • Purple rain
  • Raspberry beret
  • Little red Corvette
  • My name ist Prince
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