P.O.D. - Greatest Hits: The Atlantic Years - Cover
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P.O.D. Greatest Hits: The Atlantic Years


  • Label: Atlantic/WEA
  • Laufzeit: 68 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
5.3/10 Leserwertung Stimme ab!

P.O.D. gehören nicht wirklich zu der Gattung Acts, von denen man unter allen Umständen eine „Greatest Hits”-CD erwarten würde. Okay, die vier Jungs aus San Diego, Kalifornien haben in ihrer 15jährigen Karriere bereits mehr als sieben Millionen Alben verkauft und einige Singlehits gelandet. Da kann man die Zeit schon mal mit einer Majorlabel-Retrospektive wie „The Atlantic Years“ überbrücken, die ausdrücklich die frühen Indie-Alben ausspart und erst beim 1999er Majordebüt „The Fundamental Elements Of Southtown“ einsetzt. Zumal die Verkäufe des letzten Albums „Testify“ (01/2006) nicht wirklich berauschend waren.

So kommt also etwas Kohle in die Tasche und alle sind glücklich und froh. Und wenn sie nicht gestorben sind, da freuen sie sich auch weiterhin einen Ast. Denn „Greatest Hits: The Atlantic Years” ist ausdrücklich kein Abschiedsalbum vom großen Major, der beteuert, auch zukünftig zu seinem leicht strauchelnden Nu-Rock-Vertreter zu halten. So hat man 15 „klassische“ plus zwei neue P.O.D.-Songs für den vorliegenden Tonträger zusammengestellt, von denen erwartungsgemäß vier vom Durchbruchswerk „Satellite“ (11/2001) stammen („Alive“, „Boom“, „Satellite“ und „Youth of the nation“). Leider sind aber auch alberne Rap-Rock-Tracks wie „Roots in stereo“ und „Lights out“ vom letzten Album „Testify“ vertreten, die das künstlerische Dilemma dieses schwachen Werks nochmals unterstreichen.

Dass P.O.D. auch ganz anders können, zeigen die neuen Stücke „Here we go“ (interessanterweise ein „Testify“-Outtake) und „Going in blind“, welche qualitativ an alte Zeiten anschließen und damit belegen, warum die Band in derselben Liga wie 3 Doors Down, Staind, Limp Bizkit, Nickelback und Papa Roach spielt. Ansonsten stellt „Greatest Hits: The Atlantic Years“ eine äußerst relative Betrachtung der größten Hits von P.O.D. dar, die eigentlich als „Album-Band“ verstanden werden sollten.

Anspieltipps:

  • Boom
  • Alive
  • Here we go
  • Going in blind
  • Youth of the nation
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