Styx - One With Everything - Cover
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Styx One With Everything


  • Label: Frontiers Records
  • Laufzeit: 74 Minuten
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4.5/10 Unsere Wertung Legende
5.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Wer schon immer ein Live-Konzert der Chicagoer sein eigen nennen wollte und kein Orchester braucht, kann mit gutem Gewissen zugreifen.

Die Chicagoer Multi-Millionenseller Styx haben mit ihrem gemäßigten Hardrock viel erreicht und können sicher einer sorgenfreien Pension entgegenblicken, stattdessen beglücken sie die Welt weiterhin mit neuen Veröffentlichungen, selbst wenn sie daran sogar zwischenzeitlich zerbrochen wären. Das scheint auf dem bereits siebten Live-Album „One with everything“ anscheinend Nebensache zu sein, denn nach dem rein aus Coverversionen bestehenden Studiowerk von 2005 „Big bang theory“, präsentieren sich Tommy Shaw (Gesang, Gitarre), James Young (Gesang, Gitarre), Lawrence Gowan (Gesang, Keyboard), Todd Succherman (Schlagzeug, Perkussion), Ricky Phillips (Bass) und Chuck Panozzo (Bass) in bester Laune und geben einen Querschnitt durch ihr Schaffen.

Unterstützt wurden sie dabei vom Contemporary Youth Orchestra (CYO), das sich aus 115 Künstler zwischen 15 und 19 Jahren zusammensetzt und der Hauptexistenzgrund für „One with everything“ sein soll, da die Leistung von Styx nicht gerade als umwerfend zu bezeichnen ist und durch die vorangegangenen sechs Live-Mitschnitte schon so einiges an Tracks doppelt und dreifach auftaucht. Dumm nur, dass das CYO in der Abmischung komplett untergegangen ist und praktisch nicht zu hören ist. Kleine flüchtige Momente, die eher einer geisterhaften Präsenz oder kurzen Einspielungen vom Band gleichen, gibt es selten wie z.B. zu Beginn von „Fooling yourself“ oder „Miss America“. Das am 25. Mai in Cleveland, Ohio wirklich ein über 100-köpfiges Orchester anwesend gewesen sein soll, lässt sich nur schwer nachvollziehen.

Zumindest das Keyboard schwurbelt selig im Takt mit der Gitarre, Shaw motiviert das Publikum durch seine langjährige Erfahrung auf Tour und auch die Cover wie z.B. der Beatles-Song „I am the walrus“, sowie die eigenen Stücke werden ganz okay vorgetragen, große Höhepunkte sucht der Hörer jedoch vergebens, da die Interaktion mit dem Orchester schließlich im Klang mit den Styx´schen Musikern untergeht. Die zwei neuen Tracks „One with everything“ und „Just be“ dienen durch ihre Mittelmäßigkeit ebenfalls mehr als Appetizer für das neue, 2007 angekündigte Werk, denn ein wirklicher Kaufgrund zu sein. Wer jedoch schon immer ein Live-Konzert der Chicagoer sein eigen nennen wollte und sowieso kein Orchester braucht, kann mit gutem Gewissen zugreifen.

Anspieltipps:

  • Fooling Yourself
  • One With Everything
  • Too Much Time In My Hands
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