Ayo - Joyful - Cover
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Joyful


  • Label: Polydor/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 50 Minuten
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8/10 Unsere Wertung
6.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Ayo ist eine Musikerin mit echter Leidenschaft. Sie wurde 1980 in Deutschland geboren, wobei ihr Vater Nigerianer, ihre Mutter Rumänin ist und so wie in ihrem Lebenslauf verschwimmen auch die Grenzen in ihrer Musik. Dort trumpfen nämlich allen voran Soul, Reggae und die Naturbelassenheit von Folk auf, ohne sich gegenseitig zu duellieren. Sie schlug ihr Zelt schon in London, New York und Paris auf, wovon letzteres ihr aktueller Wohnort ist und die dortige Romantik ebenso einen großen Einfluss auf „Joyful“ gehabt zu haben scheint wie die omnipräsente Gewissheit, auf der Reise und dennoch zuhause zu sein.

Auch dass sich Ayo mit ihrem Debüt „Joyful“ Zeit gelassen hat, merkt man den 12 Songs an und so erreichte das Werk zwei Wochen nach der Veröffentlichung in Frankreich Goldstatus, während es in Italien auf Platz 6 in die Charts einstieg. In Deutschland steht der Longplayer mit seiner warmen, gar herzlichen Stimmung und musikalischer Präzision passend zur dunklen Jahreszeit in den Läden. Mit einer sechsköpfigen Band-Unterstützung (unter anderem an Piano, Akkordeon, Bass, Schlagzeug, Percussions und Backing Vocals) wurde das Album in New York aufgenommen und erstrahlt nun in einer zarten Sanftheit, dass einem die kalte Jahreszeit nichts mehr anhaben kann.

„Joyful“ wird allerdings eher schwungvoll und nur an zweiter Stelle sanft von der Single „Down On My Knees“ eröffnet. Mit einer groovenden Rhythmik und wundervollen karibischen Anleihen spielt sich der Song sofort in die Herzen und lebt neben Ayos energischen wie verspielten Stimme auch von der hintergründig, aber vielseitig bestechenden Instrumentierung. Diese überdauert die gesamte Spielzeit und beherrscht es, den Hörer galant um den Finger zu wickeln. Ob das Akkordeon in „How Many Times?“, die genialen Tempiwechsel in „Help Is Coming“ oder die Handtrommeln bei „Life Is Real“ – es regiert die filigrane Schöngeistigkeit. Schließlich kann man nicht anders, als nach 50 Minuten erneut die Play-Taste zu bedienen und in sommerliche, von Glückseligkeit dominierte Gefilde zu entfliehen.

Anspieltipps:

  • Help Is Coming
  • Down On My Knees
  • These Days
  • Life Is Real
Dieser Artikel ging am um 09:06 Uhr online.
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