Furia - Piece Of Paradise - Cover
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Furia Piece Of Paradise


  • Label: Labels/EMI
  • Laufzeit: 46 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
5.7/10 Leserwertung Stimme ab!

Die Norwegerinnen (mittlerweile um Schlagzeuger Tomas Pettersen als einzigen Mann erweitert) von Furia konnten bereits mit der EP „Furia“ und dem Longplayer „...And Then We Married The World“ (2003, bzw. in Deutschland 2005) für eine gewisse Öffentlichkeit sorgen. Positiv in der Wahrnehmung von außen dürfte auch die Support-Tour für Lenny Kravitz gewesen sein, denn sie meisterten mit mächtigem Respekt vor dem Großmeister des Pop/Rock-Mainstreams im Rücken die Shows und gingen selbstbewusst die weiteren Schritte. Ein solcher ist „Piece Of Paradise“, das neue von Sylvia Massy produzierte Album. Vielleicht war es gerade die sichere Hand von Massy, die schon Tool produzierte und für die Red Hot Chili Peppers, REM sowie Prince mixte, welche Furia beständiger als auf ihrem Debüt erscheinen lässt. Durchdachter und mit mehr zielstrebigen Ideen ausgestattet, kommt „Piece Of Paradise“ auf jeden Fall schmackhafter auf den Punkt.

„Piece Of Paradise“, der Titeltrack und wegweisend für das Album, bewegt sich im radiotauglichen Format, welches im Refrain hymnisch emporsteigt und neben dynamischen Gitarrenriffs von Stine Kobbeltvedts, mit norwegischem Akzent bedachten englischsprachigen Vocals verziert wird. Die druckvolleren Momente entwickeln eine Präsenz, die beim Debüt noch nicht derart zur Geltung kam und werden von prägnanteren Balladen eingerahmt, so dass der zweite Streich eine runde Sache ist. Zwischen ruhigen, von druckvollen Gitarren angespornten Strophen ist es auch bei „Close To Fall Apart“ ein weit ausholender, erobernder Refrain, an dem der Hörer nicht vorbeikommt, sondern ihn vielmehr in voller Entfaltung genießen kann.

Gerade wenn die Gitarren etwas mehr braten und als Gegensatz dazu die sehnsuchtsvollen Vocals die sanfte, poppige Komponente von Furia unterstützen, klingt es alles andere als belanglos. Doch auch die zerbrechliche Komponente eines „Goodbye Sweet Sorrow“, in dem sich männliche Gesangparts mit Stine Kobbeltvedt abwechseln, hat seinen Reiz, der sich durch melodische, feingliedrig arrangierte und einprägsame Leichtigkeiten auszeichnet. Wenn dann immer mal wieder die Saiteninstrumente ausbrechen und sich gen Himmel erheben, kommt eine durchaus positive Stimmung auf, die zwar immer noch nicht für ein durchweg starkes Album reicht, aber es vermag, das Augenmerk auf die wohligen, mit Dringlichkeit ausgestatteten Momente zu richten. „Underneath My Skin“, bei dem der nicht so glasklar durchschaubare Songverlauf positiv auffällt und die Dramaturgie geschickt eingewebt wurde, begeistert zum Abschluss mit dem traumhaften Abgesang „Maybe / She Said“ und lässt Furia schließlich eine deutliche Steigerung zum letzten Output gelingen. Mal sehen, wie es dann bei Longplayer Nr. 3 aussieht... .

Anspieltipps:

  • Piece Of Paradise
  • Loose Ends
  • Underneath My Skin
  • Maybe / She Said
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