The Magic Numbers - Those The Brokes - Cover
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The Magic Numbers Those The Brokes


  • Label: Capitol/EMI
  • Laufzeit: 65 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
4.7/10 Leserwertung Stimme ab!

Romeo Stodart - Sänger, Gitarrist und Kopf der Magic Numbers, hat mit seiner Schwester Michele und dem anderen Geschwisterpaar in der Band, Angela und Sean Gannon, in Form des letztjährigen Debüts die Musikwelt in helle Aufregung versetzt und erntete dank der überaus positiven Stimmen den verdienten Lohn für eine harmonische Höchstleistung, die sich bei den Sechzigern/Siebzigern bedient und doch kein bisschen fremd in dieser modernen Welt ist. Im Vereinigten Königreich gab es Doppel-Platin und die Umsatzzahlen des selbstbetitelten Longplayers sind immer noch beachtlich für eine junge Band, die von Null auf hundert das Indie-Volk außer Rand und Band geraten ließ. Zusammen mit den Flaming Lips eroberten sie den Mittelwesten der USA, spielten im Vorprogramm von U2, fungierten als Special Guest bei Brian Wilson und sind dieser Tage schon wieder auf der Veröffentlichungs-Matte, dass es eine wahre, wiederkehrende Freude ist.

Das erste, schwungvolle und melodienverliebte Viertel ist mit einer Zielstrebigkeit ausgestattet, dass man in der Hülle und Fülle an berührenden Wohltaten einfach jeden Song zu seinem persönlichen Lebensretter auserkoren möchte. „This Is A Song“ und „Take A Chance“ erobern im Sturm und elektrisieren mit bezaubernden Gitarren, wobei der drei-stimmige Gesang von Romeo sowie Michele Stodart und Angela Gannon definitiv mehr als ein Leben retten kann. So eindringlich und zauberhaft herzlich kämpft sich dieser Reigen an brillanten Pop-Momenten ins Herz vor, dass man sich einfach nur ergeben kann und sich entzückt zurücklehnt. Im weiteren Verlauf der Scheibe tauschen The Magic Numbers bei „Boy“ und „Undecided“ die Folk-Orientierung gegen deutliche Soul-Elemente aus und beherrschen auch hier den strahlenden Glanz von harmonischer Glückseligkeit.

Wenn mit zunehmender Spieldauer der Hit-Faktor abnimmt und The Magic Numbers sich eher der introvertierten, ruhigen Seite zuwenden, ist es eine kleine Herausforderung für den Hörer, den roten Pfaden nicht zu verlieren. Doch am Ende siegt trotz der ungewöhnlichen Herangehensweise, echte Pop-Perlen am Anfang und mit einem Schnitt schwelgerische Traumlandschaften im Mittelteil zu präsentieren, die wundersame Harmonie. Der Dylan-Instant-Classic „Most Of The Time“ geht immer, bleibt allerdings deutlich hinter den eigenen Kompositionen zurück. Diese nehmen dann in Form von „Runnin´ Out“ auch wieder Fahrt auf und sind in den schwungvollen, vor Euphorie strotzenden Songs immer noch am besten, wodurch die fragileren Stücke einen winzigen Wehmutstropfen darstellen, den überaus positiven Gesamteindruck von „Those The Brokes“ jedoch nur unwesentlich relativieren.

Anspieltipps:

  • This Is A Song
  • Take A Chance
  • Boy
  • Slow Down
  • Runnin´ Out
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