Soundtrack - Happy Feet - Cover
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Soundtrack Happy Feet


  • Label: Atlantic/WEA
  • Laufzeit: 48 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Mein Name ist Bond, James Bond, und ich wurde am Startwochenende an den US-Kinokassen von ein paar niedlichen Pinguinen nass gemacht. „Happy Feet“, eine familientaugliche Animationskomödie mit Musical-Einlagen, verweist „Casino Royale“, in dem ein runderneuerter Geheimagent auf Schurkenjagd geht, auf die Plätze. Wer hätte das gedacht?

In „Happy Feet“ leben nicht nur die Bilder, auch die Musik trägt entscheidend dazu bei, dass der Film als eine der außergewöhnlichsten Produktionen des Jahres 2006 in die Geschichtsbücher eingehen wird. Liedklassiker wurden neu eingespielt und von Topstars interpretiert (P!nk), Schauspieler geben sich als Sänger die Ehre (u.a. Robin Williams und Nicole Kidman) und total unterschiedliche Songs werden in sogenannten Mash-Ups zu einem ganz neuen Stück verheiratet.

Der Album-Opener ist zugleich die erste faustdicke Überraschung. Kein Geringer als Prince hat tatsächlich für sein altes Label (Warner Bros.) einen nagelneuen Song („The song of the heart“) hergegeben. Es handelt sich dabei um einen simplen, bassbetonten Groover mit feurigen Bläserriffs. Gia Farrell lässt danach die Hüften kreisen und liefert mit „Hit me up“ eine mitreißende Rhythmusgranate ab. P!nk steuert eine sexy Coverversion von Chaka Khans „Tell me something good“ bei, Schauspielerin Britanny Murphy traut sich an den Queen-Klassiker „Somebody to love“ heran, macht ihre Sache aber mit Unterstützung eines Gospelchors sehr gut. Später nimmt sie sich auch noch „Boogie wonderland“ von Earth, Wind & Fire vor.

Richtig stark ist der Mash-Up aus Steve Millers „The joker“ und dem Reggae „Everything I own“ (Breads), der von Singer-/Songwriter Jason Mraz und Chrissie Hynde von den Pretenders dargeboten wird. Ziemlich albern ist erwartungsgemäß der Auftritt von Spaßvogel Robin Williams, der Frank Sinatras „My way“ im Stil der Gipsy Kings zum Besten gibt. Ungewöhnlich, aber nicht minder gut, ist der Mash-Up aus Elvis Presleys „Heartbreak hotel“ und „Kiss“ von Prince, eingesungen von Schauspieler Hugh Jackman und seiner Kollegin Nicole Kidman. Man spürt schnell: Ein ungewöhnlicher Film, mit ungewöhnlicher Musik, das funktioniert ganz prächtig!

Anspieltipps:

  • Gia Farrell – Hit me up
  • Britanny Murphy – Somebody to love
  • Britanny Murphy – Boggie wonderland
  • John Powell – The storyof Mumble Happyfeet
  • Jason Mraz & Chrissie Hynde – The joker/Everything I own
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