Mary J. Blige - Reflections: A Retrospective - Cover
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Mary J. Blige Reflections: A Retrospective


  • Label: Geffen/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 78 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
4.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Musikalisch pendelt Frau Blige munter zwischen der HipHop-Welt und Soul- und R&B-Elementen hin und her.

Gewöhnliche Menschen suchen ihre Freunde auf, wenn sie Probleme haben, im schlimmsten Fall einen Psychologen. Musiker schreiben einfach unzählige Songs und auf einmal geht es ihnen besser und sie haben einige Milliönchen CDs verkauft. Mary J. Blige ist ein gutes Beispiel für Seelenstriptease, der so gut klingt und sehr erfolgreich war und ist. Nun ist gerade jetzt die richtige Zeit, um die Greatest Hits auf den Markt zu bringen, ist ja schließlich Weihnachten in Sicht. Die Mary J. Blige hat schon einige Hits zu bieten, dass sich das auch einmal lohnt und nicht nur ein Zusatzgeschäft darstellt. Als Bonbons gibt es vier neue Songs unter anderem „King & Queen“ mit Duettpartner John Legend und „We Ride“.

Von insgesamt 18 Songs komponierte übrigens nur acht die Soulkönigin persönlich, dabei sind ihre Sangeskünste und Interpretationen natürlich eine Klasse für sich. Der immense Erfolg ist also auch mit einer Menge Komponisten und Textern entstanden, doch die Ausstrahlung der Mary J. Blige und ihre emotionalen Töne verhelfen dem ganzen zu einer Qualität, die kaum jemand im R'n'B-Geschäft erreicht. Mit der lebenden Soullegende Aretha Franklin nahm Blige kürzlich ein Duett für einen Soundtrack auf, da traf die ältere Souldiva auf die der Neuzeit, das war nicht nur gesanglich hörenswert. Die CD spannt den Bogen von den neueren Tracks zu den Klassikern wie „As“ mit George Michael.

Musikalisch pendelt Frau Blige munter zwischen der HipHop-Welt und Soul- und R&B-Elementen hin und her. Der brandneue Track „We ride“ besticht anfangs durch Sprechgesang der Sängerin und lebt vorwiegend durch die stimmliche Präsenz der Souldiva. Seltsamerweise überzeugen die dazugehörigen Beats nicht so sehr wie die Stimme und so entsteht kein überdurchschnittlicher Song. „King & Queen“ bekommt durch den souligen Gesang von Mister Legend im Zusammenspiel mit Mary J. Blige schon eher ein echtes Qualitätssiegel, als Komponist taucht kein Geringerer als Stevie Wonder im Booklet auf, da musste es ja ein gutes Werk werden. Da wird groß aufgetischt, Soul pur und es entstand ein echter Hitgarant.

Mit ihren Klassikern „Family Affair“ und „No More Drama“ spielt ihre immer stechenden Trümpfe aus: gekonnte Beats kombiniert mit anfangs schnellem Gesang, der sich später in einen unheimlich intensiven Gesang steigert und sich immer ein wenig im HipHop-Kosmos tummelt. Den Höhepunkt setzt zweifelsohne „As“, denn selten war Soul derart tanzbar und gleichzeitig soul- und funkgetränkt wie bei dem Duo Michael und Blige. Wieder hat Stevie Wonder dieses Black-Music-Juwel geschaffen und seine Extraklasse bewiesen. Mary J. Blige kann auf ihre 15jährige Karriere schon stolz zu sein, sie hat Maßstäbe gesetzt und kann dies auch weiterhin tun. Die winzige Kritik, dass es ab und zu ein wenig gleich klingt, wird sie sicher nicht interessieren, doch Gutes darf auch kopiert werden, solange es der eigene Stil ist, den man klont.

Anspieltipps:

  • As
  • Be with you
  • King & Queen
  • No More Drama
  • MJB Da MVP
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