Doris Day - Collections - Cover
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Doris Day Collections


  • Label: Columbia/SonyBMG
  • Laufzeit: 28 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
5.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Vor allem als Schauspielerin in zahllosen Filmen, von denen „Bettgeflüster“ (1959) und der Hitchcock-Thriller „Der Mann, der zuviel wusste“ (1956) zu den bekanntesten gehören, ist Doris Day in den fünfziger und sechziger Jahren zu einer Ikone geworden, die, obwohl sie sich mittlerweile im stolzen Alter von 82 komplett aus der Öffentlichkeit zurückgezogen hat, bis heute treue Fans weltweit immer wieder verzückt. Von 1947 bis 1954 erfüllte Doris Day ihren Filmvertrag bei den Warner Brother Studios und zählt unter anderem Frank Sinatra sowie Ronald Reagan zu ihren Filmpartnern, ohne sich nur auf das Schauspielern zu konzentrieren. Ihre zweite Leidenschaft galt der Musik und fand im oben genannten Alfred Hitchcock-Werk mit der Erkennungsmelodie „Whatever Will Be, Will Be (Que Sera, Sera)“ Gehör, das bis heute mit der Amerikanerin in Verbindung gebracht wird.

Mit diesem kurzweiligen Evergreen beginnt dann auch eine überaus schmal gehaltene Playlist, die im Rahmen der „Collections“-Reihe dieses Mal in heimeliges Rosa gepackt wurde und genau so wie die anderen Releases innerhalb dieser Best-Of-Sammlung nichts für das Auge bietet. Die Ohren erfreuen sich jedoch an einer gelungenen wie auch pathetischen Melange aus Swing, Jazz und Wohlfühl-Pop der längst vergangenen Nachkriegsjahre. Doris Day erhebt ihre naiv anmutende und doch so zauberhaft weise von Liebe und Schmerz singende Stimme über nicht groß ins Gewicht fallende doch gekonnte Musikbeigaben, die Streicher, Klavier, Bläser und Percussions lediglich als rhythmische Stützen erscheinen lassen. Fahrstuhlmusik würde man heute degradierend dazu sagen und es loungig nennen, ohne auch nur je den damaligen Stellenwert der Amerikanerin auf Plattentellern in heimischen Wohnzimmern mit Opa´s Lesebrille auf dem von Mutter wohl behüteten Stubentisch einzufangen.

Doris Day war einfach überall, ob in Theatern, Spielfilmen, TV-Shows oder eben als gefühlvoll schmachtende Sängerin in den Lautsprechern des Eigenheimes. Wer die Filme von ihr mag, etwas mit der Ästhetik dieser Epoche anfangen kann oder einfach mal gehaltvoll romantisch und zuckersüß träumen will, kann mit dieser Zusammenstellung nichts falsch machen. Dass die Gesamtdauer nicht einmal eine halbe Stunde aufweist, ist, wie auch die spärliche gestalterische Aufmachung kein allzu schwer wiegender Aspekt, wenn dieses Zeitdokument klangtechnisch herausragend veredelt geschmackvoll die Tagträumer herausfordert und Leichtigkeit in den tristen Alltag einkehren lässt.

Anspieltipps:

  • Bewitched
  • I've Got My Love To Keep Me Warm
  • Sentimental Journey
  • I'm Beginning To See The Light
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