Michael Bolton - Collections - Cover
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Michael Bolton Collections


  • Label: Columbia/SonyBMG
  • Laufzeit: 46 Minuten
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5.5/10 Unsere Wertung Legende
5.6/10 Leserwertung Stimme ab!

Vergleicht man die frühen CD-Cover Michael Boltons, zum Beispiel vom Album „The One Thing“ aus dem Jahr 1993, mit dem der aktuellen „Collections“-CD, könnte man durchaus vermuten, es mit zwei völlig verschiedenen Personen zu tun zu haben. Damals blickte dem geneigten Plattenkäufer ein Enddreißiger mit wallender Jon-Bon-Jovi-Gedächtnis-Lockenmähne entgegen, die kein „Drei Wetter Taft“ dieser Welt bändigen konnte. Darüber hinaus erfreute Herr Bolton seine überwiegend weiblichen Fans mit offenem Hemd, aus dem ein Brusthaartoupet der Marke „Grizzlybär“ quoll. Heute kommt Michael Bolton dagegen mit schicker Kurzhaarfrisur und Rollkragenpulli daher, womit er sofort als Vertreter für Staubsauger oder hinter dem Schalter einer Sparkasse anfangen könnte. So haben sich die Zeiten geändert.

Musikalisch gehört Michael Bolton zur Abteilung weichgespülter Soul-Popper. Obwohl er häufig als Songschreiber für andere Künstler tätig ist (Cher, Kenny Rogers, Barbra Streisand, etc.), covert er für seine eigenen Platten ebenso gerne Songs seiner Kollegen. Mit dieser Erfolgsmasche ist Bolton seit Anfang der 80er Jahre unterwegs (in den Siebzigern brachte er zwei Alben unter seinem bürgerlichen Namen Michael Bolotin heraus) und erzielte seitdem über 52 Millionen verkaufte Longplayer und Singles.

Eine kostengünstige Zusammenfassung seiner Hits findet der Musikinteressierte nun auf der sogenannten „Collections“-Serie von Sony Music, die neben Künstlern wie Doris Day, Johnny Cash, Run DMC und vielen mehr, auch zehn der bekanntesten Lieder von Michael Bolton zu einem Sonderpreis in den Handel bringt. Unter den Titeln sind natürlich auch die beiden US-Nummer-1-Hits „Said I love you... but I lied“ und „How am I supposed to live without you“, die den Anfang und das Ende der vorliegenden CD darstellen. Dazwischen gibt es Einblicke in typische Bolton-Coversongs wie „When a man loves a woman“, „(Sittin’ on) the dock of the bay“, „My girl“ und „Whiter shade of pale“, die der 52-Jährige mit seiner samtigen Schmusestimme im Stile eines geübten Schlafzimmersportbeschallers intoniert.

Und da liegt auch irgendwo der Hund begraben. Michael Boltons Musik eignet sich hervorragend als Hintergrundmusik für alle möglichen Tätigkeiten, für konzentriertes Zuhören ist aber selbst diese kleine Best-Of-Auswahl zu seicht, als dass auch nur ein Hauch von Spannung aufkommen könnte

Anspieltipps:

  • My girl
  • Said I love you... but I lied
  • Time, love and tenderness
  • When a man loves a woman
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