Robin Gibb - My Favourite Christmas Carols - Cover
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Robin Gibb My Favourite Christmas Carols


  • Label: Edel Records
  • Laufzeit: 47 Minuten
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3/10 Unsere Wertung Legende
4.7/10 Leserwertung Stimme ab!

Robin Gibb verstrickt sich in den Fängen der Kommerz- und Klischeekategorisierung.

Robin Gibb war schon immer der etwas anders agierende im Triumvirat der Bee Gees. Bereits 1969, nach der ersten Erfolgswelle mit Hits wie „Massachusetts“ oder „Words“, als sich die Gibb-Brüder gehörig zerstritten und aufgelöst hatten, machte der gemeinsam mit seinem Bruder Maurice, der 2003 an den Folgen eines Herzinfarkts gestorben war, geborene Robin einfach alleine weiter und ließ seine Solo-Ambitionen nach der Reunion und der um sich greifenden Disco-Ära mit Hits wie „Saturday night fever“ und „Stayin´ alive“ einfach nebenher weiter laufen.

Und auch nach dem Tod von Maurice denkt er nicht daran wie sein älterer Bruder Barry sich vom Musikgeschäft zurückzuziehen, sondern veröffentlicht trotzdem neue Platten und gibt Konzerte. Sein neuester Streich „My favourite Christmas carols“ erscheint genau ein Monat vor Weihnachten und soll dem Fest der Freude mit besinnlicher Untermalung Hilfestellungen leisten, wo andere Sampler oder Künstler Jahr um Jahr versagt haben.

Dummerweise kann Robin das Manko vieler herzlos auf den Markt geworfener Weihnachtsalben nicht ausmerzen, denn er verstrickt sich selbst in den Fängen der Kommerz- und Klischeekategorisierung. Mit gelegentlich einsetzendem Kinderchor und schwülstigem Orgelwerk bewaffnet, darf der Hörer 13 Stücke plus ein Medley lang dem Vibrato-Gesang des Herrn Gibb lauschen und sich bereits vor dem ersten Schnee und Heilig Abend alle Kerzen am Adventkranz anzünden. Das die Stimmung der CD allerdings eher einer kalten Kirche denn einem warmen Dezembernachmittag an Ofen mit Milch und Plätzchen gleicht ist natürlich Nebensache. Nur für Weihnachtsfetischisten mit Hang zu sakraler Dependenz zu empfehlen.

Anspieltipps:

  • Medley
  • In The Bleak Midwinter
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